Mi., 06. Januar 2021, 22:13 Uhr
Warnung vor Betrugsmaschen mit Coronabezug
Aus dem Polizeibericht
LKA-RP: Mainz (ots) - Das Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz warnt weiterhin vor
Betrugsmaschen in Zusammenhang mit dem Coronavirus. So rief beispielsweise am Dienstag ein unbekannter Täter bei einem Ehepaar aus Kaiserslautern an, der sich als deren an Covid-19 erkrankter Sohn ausgab. Er behauptete, sich auf der Intensivstation eines Krankenhauses zu befinden und forderte einen fünfstelligen Betrag für ein neuartiges Medikament, das nur wohlhabenden Patienten vorbehalten sei. Das Ehepaar stimmte in Angst um ihren Sohn der Zahlung des Geldes zu, woraufhin es zu einem Treffen mit einer unbekannten Botin kam. Glücklicherweise scheiterte die Geldübergabe jedoch im letzten Moment, weil das Ehepaar den Personalausweis der angeblichen Krankenschwester sehen wollte und eine Quittung für das Geld verlangte.
Die Polizei rät bei solchen an den "Enkeltrick" und den "Falschen
Polizeibeamten" angelehnten Anrufen den Hörer aufzulegen. Keinesfalls sollten
Informationen über Geld oder Wertgegenstände preisgegeben und dies nie an fremde
Personen übergeben oder überweisen werden. In anderen Bundesländern wurden außerdem Fälle bekannt, wo sich die Täter als Amtspersonen ausgeben, die vor allem bei älteren Menschen Coronatests durchführen wollten oder am Telefon Corona-Impfstoffe anboten. Das LKA betont ausdrücklich, dass keine unangemeldeten Corona-Tests an der Haustür durchgeführt werden und es keine Impfstoffe auf dem freien Markt zu kaufen gibt.
Solche Vorfälle und verdächtige Situationen sollten sofort der örtlichen
Polizeidienststelle gemeldet und im Notfall die 110 gewählt werden. Wer Opfer
einer der Betrugsmaschen wird, sollte zudem unbedingt Anzeige erstatten.
Ganz allgemein rät die Polizei, den Informationen offizieller Stellen zu
vertrauen und sich von Nachrichten, die über soziale Netzwerke oder
Messengerdienste verbreitet werden, nicht verunsichern zu lassen. Offizielle
Stellen sind Gemeindeverwaltungen, das Gesundheitsamt, Landes- und
Bundesministerien sowie das Robert-Koch-Institut (RKI). Weitere Informationen zu
Schutzmöglichkeiten in Zusammenhang mit dem Corona-Virus gibt es auf
www.polizei-beratung.de/corona-straftaten und auf
www.polizei-beratung.de/startseite-und-aktionen/aktuelles/detailansicht/gegen-betrug-tipps-fuer-hilfesuchende/