So., 23.08.2026
Die Gratiszeitung für Worms und das Nibelungenland
  • Startseite
  • Sport
  • Termine
  • Stellenmarkt
  • Mi., 03. Februar 2021, 16:49 Uhr
    Gauner erbeuten 36000 Euro mit Enkeltrick

    Aus dem Polizeibericht

    POL-PDWO: Worms (ots) - Heute meldete sich ein 81-Jähriger bei der Polizei Worms, nachdem er von der Sicherstellung eines größeren Geldbetrags in Worms aus den Medien (wir berichteten: Falsche Maske wird Dealer zum Verhängnis) erfuhr und fragte nach, ob es sich eventuelle um sein Geld handele. Hierdurch wurde bekannt, dass er bereits am 8. Januar Opfer eines Betrugs wurde. Der Wormser erhielt an diesem Tag einen Anruf seiner angeblichen Nichte, die wegen finanzieller Notlage sofort die Hilfe ihres Onkels benötige. Sie säße bei einem Notar in Mannheim und müsse einen größeren Geldbetrag hinterlegen. Die Anruferin bat um 36.000 Euro, die der Onkel auch nach wenigen Tagen wieder zurückerhalten
    solle. Im Glauben seine Nichte sei tatsächlich in Geldnot, begab sich der
    Rentner zu seiner Bank und ließ sich den geforderten Betrag auszahlen.

    Einem angeblichen Boten des Notariats, den die Nichte bereits am Telefon angekündigt hatte, übergab er schließlich das Bargeld in einem Umschlag. Im Anschluss stellte sich heraus, dass er Opfer von Betrügern wurde. Der so genannte Enkeltrick ist eine besonders hinterhältige Form des Betrugs, der für Opfer oft existenzielle Folgen haben kann. Mit den Worten „Rate mal, wer hier spricht" oder ähnlichen Formulierungen rufen Betrüger bei meist älteren Personen an, geben sich als Verwandte, Enkel oder auch gute Bekannte aus und bitten um Bargeld. Als Grund wird ein finanzieller Engpass, eine Notlage oder die Erfüllung eines angeblich schon lange gehegten Wunsches vorgetäuscht. Die Lage
    wird immer als äußerst dringlich dargestellt. Oft werden die Betroffenen auch durch wiederholte Anrufe unter Druck gesetzt. Sobald die Opfer helfen möchten, wird ein Bote angekündigt, der das Geld oder den vereinbarten Wertgegenstand abholt. Hat der Betroffene, wie in diesem Fall, die geforderte Summe nicht parat, wird er gebeten, unverzüglich zur Bank zu gehen und dort den Betrag abzuheben.

    Tipps der Polizei Worms

    - Grundsätzlich fordern die Anrufer dazu auf, den Namen des Enkels, der Nichte usw. selbst zu nennen. Niemals dazu verleiten lassen, den Namen zu erraten.

    - Wer den Anrufer nicht sofort erkennt sollte nach Dingen oder Begebenheiten fragen, die nur der echte Verwandte kennt.

    - Verwandte unter der bekannten Telefonnummer zurückrufen.

    - Keine Details zu familiären oder finanziellen Verhältnissen preisgeben.

    - Wenn einem die Situation verdächtig erscheint, sollte man sich sofort unter 110 an die Polizei wenden.

    Beitrag aus der Rubrik

    » Aus dem Nibelungenland
    Anzeige Reifen Mast KN10123Anzeige Platten NOLLAnzeige Online StellenmarktAnzeige dkge 1x1
    Anzeige Klinikum Worms - Tag der offenen TürAnzeige AmtsblattAnzeige Tip Südhessen
    Anzeige Cecil Cycle KN18256Anzeige das WormserAnzeige Ticketshop