Mo., 03. Juni 2024, 15:56 Uhr
Zahlreiche Betrugsversuche durch falsche Polizeibeamte
Aus dem Polizeibericht
POL-PDWO: Worms (ots) - Am heutigen Montag kam es zu zahlreichen Betrugsversuchen durch Anrufe von falschen Polizeibeamten. Insbesondere Rentnerinnen und Rentner werden Opfer, da sie oftmals als „leichte Beute" angesehen werden. Die Betrüger erfinden Geschichten, um ihr Gegenüber massiv unter Druck zu setzen, um so an Bargeld, Schmuck oder andere Wertgegenstände zu gelangen.
Häufig bringen die Täter ihre Opfer mit geschickter Gesprächsführung dazu, ihr Hab und Gut an einen vermeintlichen Polizeibeamten zu übergeben. So habe die „Polizei" aktuell einen „Einbrecher" festgenommen. Bei ihm sei ein Zettel mit der Anschrift der/des Angerufenen aufgefunden worden. Die Wertsachen müssten nun
bei der Polizei in „Sicherheit" gebracht werden. Die Täter agieren häufig aus „Callcentern" im Ausland. Sie nutzen das so genannte „Call-ID-Spoofing". Dieses ermöglicht die Anzeige einer frei wählbaren Telefonnummer im Display des Angerufenen mittels Internettelefonie. Die wahre Herkunft des Anrufes wird nicht nur verschleiert, es entsteht der Eindruck, der Anruf stamme tatsächlich z.B. von der Polizei. Bei einem Anruf der echten Polizei erscheint niemals die Rufnummer 110 im Telefondisplay.
Um sich vor Trickbetrügern zu schützen, gibt die Polizei folgende Tipps:
- Die Polizei wird niemals um Geldbeträge bitten oder dazu auffordern, Geld oder Wertsachen herauszugeben
- Die Polizei ruft niemals unter der Polizeinotruf-Nummer 110 an.
- Wer sich unsicher ist, sollte das gespräch sofort beenden. Das ist keinesfalls unhöflich!
- Bei einem Rückruf sollte, wenn möglich, ein anderes Telefon genutzt werden. Man kann sich aber auch gerne an
ihre örtliche Polizeidienststelle wenden.
- Am Telefon keine Auskunft über persönliche und finanzielle Verhältnisse oder andere sensible Daten preisgeben.
- Am Telefon nicht unter Druck setzen lassen.
- Beharrliches Nachfragen schreckt Betrüger ab. Man sollte den betreffenden Polizeibeamten nach seinem Namen, seinem Dienstgrad und seiner Dienststelle fragen und dann die betreffende Dienststelle anrufen, um sich nach dem betreffenden Polizeibeamten erkundigen. Hierbei sollte man die Nummer der Dienststelle selbst aus dem Telefonbuch heraussuchen, das eigene Telefon verwenden und die Ziffern selbst wählen.
- Keinen unbekannten die Tür öffnen. Ggf. eine Vertrauensperson hinzu, z.B. Nachbarn oder
nahe Verwandte, hinzu ziehen.
- Kein Geld oder Wertsachen an unbekannte Personen übergeben.