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  • Mo., 17. Januar 2022, 21:15 Uhr
    RUDI-STEPHAN-GYMNASIUM: Christine Nöstlingers Roman auf der Theaterbühne inszeniert

    Aus der Konserve auf die große Bühne

    Schüler des Rudis brachten Christine Nöstlingers „Konrad“ auf die Bühne der großen Aula.

    Als Frau Bartolottis Bestelltick eines Tages dazu führt, dass sie mit einem Musterknaben namens Konrad beliefert wird, ist sie zunächst von dessen Perfektion verunsichert. Ihr Freund, der Apotheker Herr Egon, ist dagegen entzückt und übernimmt sofort die Vaterrolle. Doch während die kleine Familie sich gerade aneinander gewöhnt hat, trifft ein Brief ein, der die Idylle empfindlich zu stören droht: Konrad ist falsch zugestellt worden! Nun werden Pläne geschmiedet, wie dies zu verhindern sei und Konrad wird – sogar mit Hilfe von Herrn Egon – zu einem frechen Jungen „umerzogen“.


    Als die Klasse 6a des Rudi-Stephan-Gymnasiums am Ende des Schuljahres 2020/21 im Deutschunterricht die Szenen des Stücks „Konrad, das Kind aus der Konservendose“, das auf dem gleichnamigen Roman von Christine Nöstlinger basiert, aus ihrem Deutschbuch nachspielte, ahnte sie noch nicht, wohin sie ihr theatralischer Eifer tragen sollte: Zunächst wurden noch fehlende Szenen im Unterricht geschrieben und von der Klasse in kleinen Gruppen gespielt. Geübt wurde auf dem Schulhof und während eines gemeinsamen Wandertags vor den Sommerferien in den Mannheimer Luisenpark  gab es bereits eine kleine Open-Air-Aufführung – die „Rohfassung“ des Theaterstücks war geboren.


    Im darauf folgenden Schuljahr hatte eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern nämlich Lust, weiter am Stück zu arbeiten, dazu kamen noch andere aus der zu Beginn des Schuljahres neu zusammengesetzten 7a. „Die so entstandene Theater-AG traf sich nun regelmäßig dienstags in der Mittagspause und überlegte gemeinsam, wie die vorhandenen Szenen erweitert werden könnten, um sie auf die Bühne zu bringen,“ erklärt Deutschlehrerin Annette Märthesheimer begeistert vom Engagement ihres Ensembles.


    Geübt wurde in der großen Aula, es wurde eifrig improvisiert und bis zur vorletzten Probe an der Handlung der „Umerziehungsszenen“ gefeilt. Dass auftauchende Stolpersteine wie der zeitweilige Ausfall von Schauspielpersonal oder Terminnöte gemeinschaftlich zur Seite geräumt wurden, beeindruckte Mäerthesheimer umso mehr: „Wir haben da ein Problem, aber wir wissen auch schon, wie wir es lösen, habe ich als AG-Leiterin immer wieder gehört und ich war beeindruckt davon, dass nicht sofort ich mit dieser Aufgabe betraut wurde.“


    Dass es der Theatergruppe des RSG gelungen ist, dies zu meistern, wurde offensichtlich, als nach vielen Proben am 10. Dezember die Premiere von den Familien der Beteiligten eifrig beklatscht wurde. Derart beflügelt beschlossen die Rudis nun auch die Fünftklässler des altsprachlichen Gymnasiums mit ihrer Schauspielkunst zu beeindrucken. Die lauschten nun den Dialogen auf der großen Bühne aufmerksam mit gespitzten Ohren, Gesichtsmaske – und viel Vergnügen!

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