„Der Druckmaschinen-Riese Koenig & Bauer (KBA) schließt einen seiner traditionsreichsten Standorte“, war am heutigen Montag bei BILD-Online zu lesen. Gemeint ist das KBA-Werk in Frankenthal, bei dem traditionell auch schon immer zahlreiche Wormserinnen und Wormser gearbeitet haben. Das Werk spiegelt auch eine stolze 165-jährige Industriegeschichte.
Laut BILD werde die Produktion in Frankenthal zum 31. Mai 2026 eingestellt, wobei 75 Mitarbeitende um ihre Jobs bangen müssten. Das Aus für Frankenthal habe der Aufsichtsrat am 26. Januar 2026 beschlossen.
Betroffen sei laut BILD die KBA-Tochter Albert Frankenthal GmbH, die im November 2011 gegründet wurde. Das Unternehmen ist auf Walzen und Walzenkerne spezialisiert. Als Gründe werden Umstrukturierungsmaßnahmen, der Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit und die Zukunftssicherung genannt. Für Bild ist klar: „Der Standort rechnet sich nicht mehr“.
BILD zitiert Birgit Mohme von der Gewerkschaft IG Metall Ludwigshafen-Frankenthal: „Das kam für uns wie aus heiterem Himmel.“ Die Informationen, die zu der harten Entscheidung in der Firmenzentrale geführt haben, seien „noch sehr dürftig“. Ob sich der Standort wirklich wirtschaftlich nicht mehr getragen habe, könne sie deshalb aktuell nicht beurteilen.
Franken„thals Oberbürgermeister Nicolas Meyer habe sich gegenüber BILD auf deren Nachfrage folgendermaßen geäußert: „Die Schließung steht am Ende eines langen, schrittweisen Rückzugs aus Frankenthal. Bereits vor Jahren wurden wesentliche Teile des früheren Werksgeländes veräußert. Die Gebäude werden seither von unterschiedlichen Unternehmen genutzt.“ Das Aus käme für ihn daher nicht völlig überraschend, so BILD. Er habe aber von einem harten Einschnitt, vor allem für die Beschäftigten und ihre Familien gesprochen. Er wolle sich für die Mitarbeitenden einsetzen und fordert von KBA laut BILD „verlässliche und gangbare Perspektiven“.
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