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  • Sa., 29. Dezember 2018, 21:01 Uhr
    Der Helferkreis Asyl Worms e.V. erinnert OB Michael Kissel an seine erklärte Bereitschaft, Flüchtende aufzunehmen

    Aus Seenot gerettete Menschen in Worms aufnehmen

    Am Samstag, dem 29. Dezember, hat der Helferkreis Asyl Worms e.V., in einem Fax an den Wormser Oberbürgermeister Michael Kissel, diesen an seine Aussage vom 3. November diesen Jahres erinnert.

    Laut einer Pressemitteilung des Helferkreises, ebenfalls vom 29. Dezember, habe der Stadtchef damals bei der Übergabe der Unterschriften-Sammlung „Worms – ein sicherer Hafen“ seine Bereitschaft beteuert, „aus Seenot gerettete Flüchtlinge in Worms aufzunehmen“.

    Seit neun Tagen fände das Rettungsschiff „Seawatch 3“ derzeit keinen sicheren Hafen, in dem es anlegen dürfe, so die Pressemitteilung des Helferkreises. An Bord seien 32 Menschen, die aus Seenot gerettet worden seien, darunter auch vier Frauen, drei unbegleitete Minderjährige, zwei kleine Kinder und ein Baby. Ihnen habe ebenso wie den seit Januar 2018 mehr als 2.000 Menschen ertrunkenen Menschen der Tod im Mittelmeer.

    Eile geboten
    Sea-Watch-Sprecher Ruben Neugebauer habe mitgeteilt, dass sich das Schiff zwischen Malta, Italien und Libyen befinde und dass der Winter auf dem Mittelmeer mit seinen Wetterumschwüngen seinen Tribut von den ohnehin schon geschwächten Flüchtlingen fordere. Daher sei Eile geboten.

    Laut des Helferkreises habe sich das Land Berlin nun bereiterklärt, Flüchtlinge von diesem Rettungsschiff aufzunehmen. Die Ausländerbehörde habe Kontakt mit dem Bundesinnenministerium aufgenommen, so der Chef der Senatskanzlei, Christian Gaebler (SPD), am Freitag, dem 28. Dezember. Eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums habe gesagt, dass neben Berlin auch andere Städte sich zur Aufnahme bereiterklärt hätten.

    Damit diese 32 Menschen von der „Seawatch 3“ nun schnellstmöglich sicher von Bord gehen könnten und sich diese unsägliche Stresssituation auflösen kann, müssten den Worten auch Taten folgen, so der Helferkreis. Die Entscheidung, ob die Geretteten nach Deutschland kämen, liege aber letztendlich beim Bund.

    Daher bittet der Helferkreis Asyl Worms e.V. und seine 1. Vorsitzende Angelika Wahl in dem Fax wörtlich: „Ich bitte Sie herzlich, Herr Oberbürgermeister Kissel, ein Statement an den Innenminister Horst Seehofer zu schicken und ihm Ihre Bereitschaft zur Aufnahme von signalisieren“.

    Das Rettungsschiff „Seawatch 3“. Foto: Sea-Watch.org

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