Do., 20. August 2015, 17:12 Uhr
Sanierungsarbeiten an der Ernst-Ludwig-Grundschule verzögern sich / Enge Abstimmung mit Schulbehörde
Auslagerung nach den Ferien
An der Ernst-Ludwig-Grundschule sind während der Sanierungsarbeiten, die für die Sommerferien eingeplant waren, Probleme mit der Traglast der Decken im älteren Teil des Schulgebäudes aufgetreten. Bewehrungseisen und Stahlträger, die an einigen Stellen vorsorglich freigelegt und geprüft wurden, weisen Korrosion auf. Ein umgehend eingeholtes Gutachten fordert aus Sicherheitsgründen eine eingehende Prüfung, die leider sehr zeitaufwändig sein wird.
Dies zieht jedoch nach sich, dass die Räume nach den Ferien nicht für den Unterricht freigegeben werden können. Um einen weiteren Zeitverlust zu vermeiden, sollen die Sanierungsarbeiten nun an anderer Stelle fortgeführt werden. Dies würde, ebenso wie die Prüfung der Deckentraglast, die Beseitigung möglicher Schäden und die folgende Wiederherstellung der Räume, den gesamten Schulbetrieb im Gebäude nachhaltig beinträchtigen.
Die Stadt hat sich daher in Übereinstimmung mit der Schulbehörde, der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion, entschieden, die Schule auszulagern. Die Dauer der Auslagerung wird von den Prüfungsergebnissen und der weiteren Bauzeitenplanung abhängig sein. Vorab ist eine Auslagerung bis Ende des Jahres vorgesehen. Die Spiel- und Lernstube ist zurzeit nicht betroffen.
Wichtigstes Ziel ist, dass die Auslagerung an einem Standort stattfinden kann und sämtliche Schulklassen dort geschlossen untergebracht werden. Mit Hilfe der Aufstellung zusätzlicher Klassensaalcontainer, wie sie auch an der Nibelungen-Realschule plus stehen, ist dies ab 14. September an der ehemaligen Staudinger-Hauptschule in Worms-Neuhausen, Kurfürstenstraße 20, möglich. Derzeit sind dort noch Klassen der Karmeliter-Realschule plus untergebracht. Die Schulleitung der Karmeliter-Realschule plus hat jedoch unmittelbar ihre Unterstützung zugesagt.
Für die erste Schulwoche, bis die Klassensaalcontainer vollständig eingerichtet zur Verfügung stehen, sucht die Stadt Worms nach einer Übergangslösung an den beiden Schulstandorten, so dass der Unterricht zum Schulbeginn und auch die Aufnahme der Schulneulinge sichergestellt ist. Die Stadt setzt morgens und nach Schulende und für notwendige Unterrichtsfahrten Schulbusse ein. Entsprechende Schulbushaltestellen an der Ernst-Ludwig-Grundschule und der Staudingerschule werden eingerichtet.
Am heutigen Donnerstagnachmittag fand ein Abstimmungsgespräch mit den betroffenen Schulleitungen, den beteiligten Fachbereichen der Stadt Worms und der Schulbehörde, Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD), statt. In der kommenden Woche erhalten alle Eltern ein Schreiben mit den wichtigsten Informationen. Zeitgleich richtet die Stadt für die Eltern ein Infotelefon bei der Schulverwaltung ein. „Die weitere Vorgehensweise wird in enger Abstimmung mit der ADD als Schulbehörde, der Schulleitung und den Elternvertretungen erfolgen“, versichert die Stadtverwaltung.