Vom Nordkap nach Frankreich: Patrick Gentilhomme besucht mit seinem Handbike die Nibelungenstadt
Ausnahmesportler macht Halt in Worms
6.500 Kilometer vom Nordkap bis nach Haute-Saône in Frankreich: Was für die meisten von uns schon eine unmögliche Herausforderung wäre, meistert Patrick Gentilhomme trotz seiner Behinderung. Auf seinem Handbike, ähnlich einem Liegefahrrad, durchquert Gentilhomme elf Wochen lang Skandinavien, die Beneluxländer und Frankreich.
Nun machte er mit seinem Team auch Halt in Worms. Generalkonsulin Pascale Trimbach, Tatjana Lösch aus dem Büro des Oberbürgermeisters und Gerd Vogt, Sportreferent der Stadt Worms, sowie der Partnerschaftsbeauftragte Hans Steinberger nahmen den Ausnahmesportler vor der Dreifaltigkeitskirche in Empfang.
Mit dem Bike auch schon in Budapest
Die Nordkap-Tour, im Französischen mit dem Wortspiel „Handi Cap Nord“ bezeichnet, ist nicht Gentilhommes erste Herausforderung dieser Art. 2008 legte er mit seinen Begleitern 1.250 Kilometer auf dem Pferd von Melincourt nach Lourdes zurück, 2011 aktivierte er ebenfalls sein Handbike und machte sich von Vauvillers auf nach Mont Saint Michel, wie er in Worms verriet. Sein letztes großes Abenteuer liege fünf Jahre zurück, berichtete er, damals ging es nach Budapest.
Diesmal wird Gentilhomme also insgesamt fast zweieinhalb Monate unterwegs sein, 70 Etappen gilt es auf der Tour zu meistern. Von Müdigkeit oder Erschöpfung war dem Ausnahmesportler in Worms jedoch nichts anzumerken: Begeistert nahm er mit seinem Team die Wormser Trikots, die Gerd Vogt gestiftet hatte, in Empfang.
Er liebe die Herausforderung, erklärte der 69-jährige ehemalige Militäringenieur. Sein großes Hobby, das Reiten, änderte sein Leben im Jahre 2009 jedoch drastisch: Seit einem Reitunfall litt er unter Tetraplegie. Ans Aufgeben habe er jedoch nie gedacht, so Gentilhomme. Seitdem plant er immer neue, immer längere Touren.
Gerd Vogt überreicht Patrick Gentilhomme ein Worms-Trikot.