
War es das mit der weiteren Zugehörigkeit zur Tischtennis-Oberliga Südwest der Herren? Die beiden schweren Auswärts-Partien am Wochenende der Bundestagswahl sorgten bei der jungen Truppe des TV Leiselheim jedenfalls für reichlich Ernüchterung.
Besonders die klare 1:9-Pleite beim Tabellen-Nachbarn TTC Berus im Saarland schmerzte. Da konnte eine ordentliche Vorstellung mit einer 2:8-Niederlage beim designierten Meister TSG Kaiserslautern II kaum aufmuntern. „Wir sind nun fünf Spieltage vor Saisonende zu weit im Hintertreffen, um noch realistische Chancen auf den Klassenerhalt zu haben“, redete TVL-Teamchef Thomas Strieder erst gar nicht lange um den heißen Brei herum.
Viel hatte sich das junge Wormser Team für die Partie beim TTC Berus vorgenommen. Doch bereits nach einer Stunde war die Messe gelesen. Die mit dem Franzosen Quentin Heim zur Winterpause verstärkten Saarländer trumpften groß auf, holten sich alle drei knappen Fünfsatz-Spiele gegen das TVL-Doppel Max Klink/Yaroslav Chmykhalenko, Richard Strieder und Yaroslav Chmykhalenko.
Einzig der Ehrenzähler im Duell beider Spitzenspieler zwischen Quentin Heim und Max Klink blieb den Gästen vergönnt. Nur stand es da schon 6:0 für Berus, ehe am Ende ein für die Wormser desillusionierendes 9:1 zu Buche stand.
Immerhin ließen sich die Nibelungenstädter am Wahlsonntag ob der Topbesetzung der Pfälzer der TSG Kaiserslautern II nicht völlig ins Bockshorn jagen. Mit dem sehr jungen Iraner Faraz Shakira (Nr. 4 der U13-Weltrangliste), dem peruanischen Meister Adrian Vincente Rubinos Castillejo, dem deutschen Nachwuchs-Ass Lasse Becker und dem ukrainischen Abwehrspieler Nikita Kovtun gingen die Pfälzer als klare Favoriten ins Match, wurden dieser Rolle bis zum 8:0 vollauf gerecht, ehe auch Leiselheim Akzente setzte.
Aleksandar Grujic und der 16-jährige Jungspund Richard Strieder hielten gegen die Pfälzer Übermacht toll dagegen – oder wie es Coach Thomas Strieder formulierte: „Eine ausgezeichnete Leistung unserer beiden Jungs“. Zwei Momente bei der 8:2-Niederlage, die durchaus für die restlichen fünf Saisonspiele Mut machen, wenngleich der Abstieg des TV Leiselheim wohl kaum mehr abzuwenden ist.