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  • So., 11. Oktober 2026, 18:38 Uhr
    FUSSBALL OBERLIGA: Wormatia kommt nicht voran / Tabellenletzter kommt am Samstag

    Auswärts immer das gleiche

    Von Trainer kam ein großes Lob, an Daniel Boateng (rechts), hier im Trikot der U21. Nicht nur für den Ausgleich, sondern auch als belebender Faktor auf dem Feld.
    Archivfoto: Felix Diehl

    Von Marcus Diehl › In die Saison ist der VfR Wormatia Worms mit einem Auswärtssieg gestartet. Bei Rot-Weiß Koblenz gelang ein 4:1‑Erfolg. Danach gab es nur noch Ernüchterung bei ihren Reisen. Die Partie am Samstagmittag beim FV Diefflen ist auch in dieser Kategorie einzustufen. Zwar stand am Ende ein 3:3 (2:1)‑Unentschieden und ein gewonnener Punkt. Es ist aber über die verschenkten zwei Punkte zu reden. Mit Blick auf den Spielverlauf hätte der Gewinner eigentlich nur Wormatia heißen dürfen. 

    Trotz einem Mann mehr auf dem Platz, einer dominanten zweiten Hälfte und das Spiel dabei gedreht – schenken sie den Gastgebern das Remis. Das darf einer Mannschaft mit gewissen Ambitionen nicht passieren. Die Diskrepanz zwischen den Partien gegen Spitzenteams und Teams im unteren Tabellendrittel ist nicht mehr erklärbar. Zum wiederholten Male steht sich das Team selber im Weg. Dass Trainer Artur Lemm von Slapstick in der Defensive spricht, ist auch schon öfters vorgekommen. Der Lerneffekt bleibt aus. 

    Ein ausgeglichener Beginn mündete in einen frühen Rückstand durch Nico Theisinger (13.). Gut in Szene gesetzt von Nico Jäger traf Isaac Okwubor (19.) zum Ausgleich. Die Gastgeber suchten ihr Glück weiterhin in einem offenen Spiel. Nach einer halben Stunde die Belohnung. Viel zu fahrig präsentierte sich die Wormatia-Abwehr: Der Abwehrversuch blieb inkonsequent. Fabio Götzinger brachte sein Team wieder in Führung. 

    Wormatia dreht auf

    In der zweiten Hälfte hatte nur noch die Wormatia das Sagen. Eine Rote Karte für Götzinger, brachte einen weiteren Vorteil. Durch Tore von U21‑Spieler David Boateng und Isaac Okwubor war die Partie in der 83. Minute gedreht und das hochverdient. Die Gastgeber wirkten angezählt. Alles sprach für einen Auswärtssieg. 

    Gegner nutzt Schwächen aus

    Unerklärlich, warum sich die Mannschaft wieder zurückzog und die Offensivarbeit praktisch einstellte. In der Nachspielzeit bestrafte Tim Heintz diese Spielweise mit dem Ausgleich. In der Entstehung nicht mehr zu erklären: Ist es Überheblichkeit, Konzentrationsstörungen, Unvermögen oder fehlende Absprache? Dass zwei Spieler sich selber umrennen und dem Torschützen dabei freies Geleit geben, ist mit Slapstick nicht mehr zu beschreiben.

    In zwölf Spielen kassierte der VfR 25 Gegentore. Dabei waren nur eine Handvoll Tore dabei, bei denen das Team so richtig ausgespielt wurde. Zu oft stehen sie sich selber im Weg. Das kann einmal oder zweimal passieren, aber nicht in dieser Häufigkeit. Vielleicht fehlt ein Dominator oder ein Sprachrohr auf dem Platz. Als geeignete Personen kämen genug infrage. Tom Fladung, Altin Vrella oder auch Tim Grünewald hätten das Zeug dazu.  Egal, wer es am Ende macht – es reicht, wenn es überhaupt jemand macht.  

    Nächstes Spiel

    Am Samstag kommt um 14 Uhr die SF Eisbachtal in die EWR‑Arena. Die Gäste kommen mit einem Punkt aus zwölf Partien. Genau diese Spiele sind die schwersten, wenn jeder einen klaren Sieg erwartet. Aber in dieser Liga gibt es keine Mannschaft, die mit weniger Laufbereitschaft geschlagen werden kann. Das muss das Team der Wormatia endlich verinnerlichen.

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