Mo., 27. Januar 2014, 12:54 Uhr
Auszubildende der Stadtverwaltung engagieren sich für „Tafel“
3.800 Menschen versorgt die Wormser „Tafel“ momentan mit Lebensmitteln, 1.700 Bezugsberechtigungsausweise sind derzeit vergeben – und es werden immer mehr. „In sechs Monaten kommen etwa 1.000 Personen neu dazu“, berichtet Jürgen Sehrt, Geschäftsführer des Vereins „Wormser Tafel“. Besonders stark habe der Anteil älterer Menschen zugenommen.
6.000 Euro Betriebskosten muss der Verein monatlich aufbringen, um das Angebot aufrechterhalten zu können – das Geld wird ausschließlich durch Spenden eingenommen.
Frische Waffeln zu Husten der Tafel
Um die Tafel zu unterstützen, startete die Jugendauszubildendenvertretung (JAV) der Stadtverwaltung in der Vorweihnachtszeit eine Spendenaktion zugunsten der Tafel. Am Nikolaustag verkaufte das JAV-Team gemeinsam mit Auszubildenden der Verwaltung selbst gebackene Waffeln im Rathaus sowie im Verwaltungsgebäude Adenauerring. Der Duft der frisch gebackenen Waffeln, der durch die Gebäude wehte, lockte zahlreiche Hungrige an, sodass die Auszubildenden am Ende der Aktion 318 Euro eingenommen hatten – Geld, das bei der Tafel dringend benötigt wird.
„Wir freuen uns immer über solche Aktionen, nicht nur wegen des Geldes, sondern auch, weil die Menschen dadurch für das Thema sensibilisiert werden“, erklärte Sehrt bei der Scheckübergabe.
Und auch in der Verwaltung stieß der Waffelverkauf auf durchweg positive Resonanz. „Wir sind stolz, dass die Jugendlichen von selbst diese Idee hatten und haben sie als Arbeitgeber natürlich sehr gerne unterstützt“, betonte Oswald Fechner, Leiter des Bereichs 1 – Innere Verwaltung. Von den städtischen Mitarbeitern werde auch soziale Kompetenz erwartet, die durch Aktionen dieser Art gefördert werde.
Und auch die Jugendlichen selbst sind zufrieden mit dem Verlauf. „Wir können uns eine Wiederholung durchaus vorstellen“, schließen Miriam Kraft und Maike Kurz von der JAV eine neuerliche Aktion nicht aus.