Sachkundige Führung durch Fachwerkhäuser des mittelalterlkich geprägten Städtchens
AWO Worms-Mitte besuchte Seligenstadt am Main
Die Teilnehmenden des Tagesausfluges der AWO Worms-Mitte bewunderten den landschaftlich schön gelegenen Marbachstausee.
Tagesfahrten gehören seit vielen Jahren zum Arbeitsprogramm des Ortsvereins Worms-Mitte der Arbeiterwohlfahrt. War im Frühjahr diese Jahres der Laacher See mit dem Kloster Maria-Laach Ziel einer Tagesreise, so war es jetzt im Herbst eine Reise in das kulturträchtige Städtchen Seligenstadt am Main. Unter sachkundiger Führung die Stadt kennen lernen war Ziel der Reise mit dem Reiseunternehmen Kollerer in Bensheim. Man erlebt bei einer solchen Führung die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der mittelalterlichen Stadt mit seinen sehenswerten und das Bild der Innenstadt prägenden Fachwerkhäusern und die malerischen Gassen und Plätze.
Der Höhepunkt der Stadtführung war die Anlage der ehemaligen Benediktinerabtei mit ihrem wunderschönen Garten mit Blumen, Gemüse und vielen Heilpflanzen. Zu diesem Rundgang gehört auch die Besichtigung der größten Basilika aus karolingischer Zeit nördlich der Alpen.Die Stadtführer zeigen den Besuchern das Romanische Haus, erbaut 1187, das einst als Vogtei diente. 1978 erkannten Denkmalschützer die historische Bedeutung des Gebäudes. Die Folge war die Sanierung, die zur Auszeichnung des Landes Hessen 1986 mit dem Denkmalschutzpreis des Landes führte. Sie führen die Besucher durch den Rathausinnenhof, vorbei am klassizistischen Rathaus von 1823 zum Marktplatz, umgeben von Häusern vom 15. Bis 19. Jahrhundert. Das bekannteste ist das Einhardhaus. Einhard, Biograph Karls des Großen, soll sich in die Tochter Emma des Kaisers verliebt haben. Beide wurden von ihm verbannt. Nach vielen Jahren verirrte sich der Sage nach der Kaiser bei einer Jagd und fand Zuflucht in einer von seiner Tochter geführten Herberge. Er erhielt dort seine Lieblingsspeise Pfannkuchen und erkannte beim Verzehr, dass diese von seiner Tochter zubereitet wurden.. Er soll ausgerufen haben: „Selig sei die Stadt genannt, da ich meine Tochter wiederfand“.
Das Wetter spielte an diesem Tage nicht wie gewohnt mit. Bei leichtem Regen mussten die Regenschirme ausgepackt werden. Doch auf das traditionelle Picknick mussten die Ausflügler der AWO nicht verzichten. Der Wettergott ließ auch trockenen Phasen an diesem Tag zu. Die Rückfahrt von Seligenstadt erfolgte durch den Odenwald. Am Marbachstausee ergab sich die Gelegenheit zu einem Halt und zum Genuss mitgebrachter Getränke, vor allem auch rheinhessischen Weines. Im Landgasthof „Adler“ in Fürth-Kröckelbach klang die Tagesfahrt des Ortsvereins Worms-Mitte der Arbeiterwohlfahrt bei einem Abendessen aus.