
VON FLORIAN HELFERT Mit Liedern, Tanzeinlagen und einem reichhaltigen Kuchenbuffet feierte die Kita AWOlino ihren 30. Geburtstag in der Gewerbeschulstraße. Im für die Zahl der Gäste etwas zu kleinen Saal der benachbarten Jugendmusikschule spielten die Kleinen und Kleinsten im Beisein ihrer Familien ganz groß auf und präsentierten ihre einstudierten Stücke wie etwa das Märchen von Hänsel und Gretel als ein gefälliges Theaterstück. „Heute feiern wir und morgen freuen wir uns auf die nächsten 30 Jahre“, erklärte Kita-Leiterin Trixi Kuklinski schmunzelnd.
Gewandelte Verhältnisse
„Vor 30 Jahren wollte kein Träger außer der Wormser Arbeiterwohlfahrt einen Hort eröffnen“ erinnerte AWO-Kreisvorsitzender Timo Horst an den Auftakt einer damals mitunter geschmähten Bildungseinrichtung. Wie sehr sich Traditionen und Rollenverständnisse gewandelt haben, verdeutliche Sozialdezernent Waldemar Herder im Rückgriff auf die noch bis in die 70er Jahre erforderliche Erlaubnis durch den Mann, als Ehefrau überhaupt arbeiten gehen zu dürfen. „Unser Ziel heute wie damals ist es, jungen Familien - besonders alleinerziehenden Müttern - ein Berufsleben und ihren Kindern einen guten Start in das Schulsystem zu ermöglichen“, verdeutlichte Horst auch didaktische Ansprüche in einem ernsteren Moment der Feier.
Bevor die Kinder mit ihrem bunten Programm die Bühne wieder zurückerobern durften, ehrten Timo Horst und Trixi Kuklinski zunächst allerdings noch mit Inge Jeude sowohl eine Mitarbeiterin der allerersten Stunde als auch in Person von Sarah Kienast von der gleichnamigen Goldschmiede eine der ersten Hort-Besucherinnen.
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