MdB Hagemann, MdL Guth und OB Kissel im Gespräch mit DB-Bevollmächtigtem Konz
B9-Nadelöhr: „Entscheidertreffen“ im August
(v.l.n.r.) MdL Jens Guth, OB Michael Kissel, DB-Bevollmächtigter für Rheinland-Pfalz Jürgen Konz und MdB Klaus Hagemann am "B9-Nadelöhr"
Endlich kommt Bewegung die geplante Verbreiterung des B9 Nadelöhrs an der Doktor-Otto-Röhm-Straße. Bei einem „Entscheidertreffen“ zwischen Straßenverwaltung, Bahn und Verantwortlichen der Politik sollen die Planungsvereinbarungen für den Ausbau der Eisenbahnüberführung endgültig auf den Weg gebracht werden. Aufgrund der ungeklärten Kostenbeteiligung von Straßenverwaltung und Bahn waren die Planungsvereinbarungen zuletzt ins Stocken geraten.
Das für den 27. August anberaumte Treffen resultiert aus einer Initiative des Bundestagsabgeordneten Klaus Hagemann, dessen Landtagskollegen Jens Guth, Oberbürgermeister Michael Kissel (alle SPD) sowie dem für Rheinland-Pfalz zuständigen Konzernbevollmächtigten der Deutschen Bahn AG, Jürgen Konz, die sich gemeinsam vor Ort ein Bild von der untragbaren Verkehrssituation machten.
„Bei dem nötigen Umbau der Bahnüberführung handelt es sich um eine Baumaßnahme des Bundes. Demnach müssen die dafür anfallenden Kosten aus dem Bundeshaushalt gedeckt werden“, verdeutlichte Hagemann. Nach dem Motto „linke Tasche, rechte Tasche“, spiele es keine Rolle, ob das Geld aus dem Teilhaushalt „Bahn“ oder „Straße“ komme, da sowohl Bundesfernstraßen als auch Angelegenheiten der Bahn in den Einzelplan des Verkehrsministeriums fielen, so Hagemann als Mitglied des Haushaltsausschusses.
Bewegung in die Angelegenheit
Umso mehr freute es MdB Hagemann, MdL Guth und OB Kissel, dass mit dem für August anberaumten Treffen endlich Bewegung in die Angelegenheit kommt. „Nach wie vor ist der vierspurige Ausbau der B9 eng mit der wirtschaftlichen Entwicklung von Worms verknüpft und komplettiert die Maßnahmen rund um den Bau der zweiten Rheinbrücke“, erläuterte Kissel. Doch besonders zu den Stoßzeiten zwischen 6.30 Uhr und 8.30 Uhr morgens sowie zwischen 16 Uhr und 18.30 Uhr nachmittags komme es an der engen Bahnüberführung zu erheblichen Verkehrsbehinderungen, wodurch sich der Verkehr zeitweise bis Rheindürkheim, beziehungsweise bis zur Rheinbrücke rückstaue. Um einen durchgängig reibungslosen Verkehrsfluss zu gewährleisten habe sich auch der Stadtrat auf Antrag der SPD-Fraktion für den baldigen Ausbau ausgesprochen, fügte Guth an.
Bei einem „Entscheidertreffen“ am 27. August beim Landesbetrieb für Mobilität (LBM) in Koblenz wollen die Politiker und der DB-Bevollmächtigte Konz gemeinsam mit Bernd Hölzgen, der als technischer Geschäftsführer des LBM im Auftrag des Bundes für die Planung der Baumaßnahme verantwortlich ist, eine Lösung ausarbeiten.
IC-Verbindung Worms-Frankfurt beleibt vorerst bestehen
Mit durchschnittlich 35 Fernverkehrszughalten pro Woche – dazu zählen EC, IC und ICE – ist Worms nach wie vor gut an den Fernverkehr angebunden. Trotz der nach wie vor zu schwachen Nachfrage der IC-Verbindung von Karlsruhe nach Frankfurt über Worms gibt es seitens der DB bislang keine Entscheidung das Angebot einzustellen. Die Zugverbindung soll daher auch im kommenden Fahrplan 2013/2014 weiterhin angeboten werden. Dann allerdings mit der vermeintlich „attraktiveren“ Abfahrtszeit in Worms um 7.37 Uhr statt wie zuvor 6.37 Uhr.