Die FDP fordert aus Kostengründen Verzicht auf Umzug der Hauptfeuerwache aufs Salamandergelände und begrüßt Vorstoß für Sperrstunde in der Rheinstraße
„Backfischfest soll schon freitags beginnen“
Die Wormser Liberalen zeigten sich kämpferisch und bei bester Laune. Die FDP-Generalsekretärin Nicola Beer (Bildmitte, rote Jacke) griff die Bundesregierung heftig an. Foto: Gernot Kirch
Von Gernot Kirch Die Wormser Liberalen trafen sich am Mittwochabend zu ihrem traditionellen Backfsichfest-Stammtisch am Schwarzwaldhaus. Rund 30 Mitglieder konnten begrüßt werden. Die Begrüßungsworte sprach der Kreisvorsitzende Dr. Jürgen Neureuther. Dabei schlug er vor, dass das Backfischfest schon freitags anstatt wie bisher samstags beginnen soll. Dadurch könnten die Schausteller höhere Einnahmen erzielen und die Bürger hätten einen Tag mehr, um zu feiern. Der Beginn könnte zukünftig immer freitags um 17 Uhr sein.
Kein Umzug der Feuerwache Weitere Forderungen von Dr. Jürgen Neureuther waren ein besseres Baustellenmanagement und der Verzicht auf den Umzug von ebwo und Feuerwehr auf das Salamndergelände. Das Salamdergelände sei viel zu kostbar, um dort städtische Betrieb anzusiedeln. Vielmehr sollte ein Mix aus Wohnbebauung und Gewerbe dort beheimatet werden. Zudem bezweifelte er, dass die Hauptfeuerwache zu beengt sei. Die Kosten für den Umzug bzw. die benötigen Gebäude für Feuerwehr und ebwo beliefen sich auf rund 15 Millionen Euro, ergänzte Dr. Uwe Radmacher. Dieses Geld haben die Stadt nicht.
Sperrstunde für Rheinstraße Sehr erfreut äußerte sich Dr. Jürgen Neureuther zu der geplanten Eröffnung einer Montessori-Schule in Pfeddersheim, dies bereichere die Wormser Bildungslandschaft. Zufrieden zeigte sich der Kreisvorsitzende auch über die jüngsten Äußerungen der SPD, eine Sperrstunde in der Rheinstraße einzuführen. Dies sei eine alte Forderung der FDP, um die Lärmbelästigung einzudämmen. Die Sperrstunde sollte an Wochentagen um 24 Uhr sein und am Wochenende um 2 Uhr nachts.
"Soli" abschaffen Die zweiet Rednerin des Abends war die FDP-Generalsekretärin Nicola Beer. Sie sagte, es sei in diesen Tagen nicht leicht ein Liberaler zu sein. Daher sei sie stolz auf die Mitglieder, die Flagge zeigten und sich nicht den Schneid abkaufen ließen. Nun gehe es darum, die Bundesregierung zu kritisieren, da diese den Wohlstand der Bürger gegen Wahlgeschenke eintausche. Besonders ins Visier nahm sie den Solidaritätszuschlag, der für einen bestimmten Zweck eingeführt worden sei, nun aber munter weiter existiere. In Berlin überlege man gar schon andere Namen für ihn. Richtig wäre hingen, so die Generalsekretärin, in abzuschaffen. Und dies besonders bei den momentanen Rekordsteuereinnahmen der Bundesregierung. Auch die Steuerprogression stellte Nicola Beer an den Pranger. So sei jede Lohnerhöhung gleichzeitig eine Steuererhöhung. Dies sei ungerecht. Die Bundesregierung würde die Zukunft des Landes mit ihren Wahlgeschenken aufs Spiel setzen und mahnte ein böses Erwachen an. Sie schloss ihre Ausführungen mit der Forderung nach günstigeren Energie- bzw. Strompreisen.