Backpacking-Vorbereitungen: Mehr als nur eine Reise mit dem Rucksack
Einmal im Leben die Welt aus den Augen eines Backpackers sehen! Das ist der Traum vieler Menschen auf der Welt. Und tatsächlich bevorzugen allein in Deutschland circa 17,58 Millionen Bundesbürger (ab 14 Jahren) eine Rucksackreise. Nicht selten sind es Studenten, die sich nach dem Studium eine Auszeit nehmen. Aber auch digitale Nomaden sind längst auf diesen Zug aufgesprungen. Verständlich. Irgendwie ist das Backpacking auch viel mehr als eine normale Reise.
Einfach den Rucksack aufsetzen und auf geht’s – ganz so einfach ist die Geschichte jedoch nicht. Es birgt die ein oder andere Herausforderung. Steht beispielsweise demnächst eine Safari-Reise in Tansania an? Zwar brauchen Sie seitdem 16.03.2022 keinen negativen PCR-Test mehr. Dennoch ist der Reisepass Pflicht und Sie sollten sich frühzeitig, um die Beantragung des Tansania Visum kümmern! Es klopfen jedoch noch weitere Fragen an Ihre Tür – welche Ausrüstung wird eigentlich benötigt? In diesem Artikel haben wir unseren Lesern einen kleinen Leitfaden zur richtigen Vorbereitung zusammengefasst.
Foto von Catarina Sousa
Backpacking – Was ist das eigentlich?
Ah, die Frage schwirrt wahrscheinlich einigen Lesern durch den Kopf. Denn Backpacking ist weitaus mehr als eine herkömmliche Rucksackreise – es ist für viele sogar eine Lebenseinstellung. Es ist eine Reiseart, die Freiheit, Flexibilität und Abenteuerlust noch einmal neu definiert. Sie kennen sicherlich die normalen Pauschalreisen, nicht wahr? Sie buchen im Reisebüro oder über einen Online-Anbieter ein Hotel inkl. Flug und idealerweise mindestens Halbpension. Am Reisetag begeben Sie sich zum Flughafen, steigen ins Flugzeug und werden bei der Landung höchstwahrscheinlich von einem Shuttlebus empfangen. Alles ist sehr gut geplant und strukturiert.
Backpacking sprengt jegliche Art der Planung! Einzig und allein das Start- und Enddatum steht fest – selbst das ist nicht immer der Fall. Der Rest bleibt offen für spontane Entscheidungen und unerwartete Abenteuer. Es kann sowohl in der Natur, z.B. auf Wanderwegen und in Nationalparks als auch in Städten stattfinden, wobei der Reisende in Hostels, Zelten oder sogar bei Einheimischen übernachtet. Also eine ganz andere Geschichte als die klassische Pauschalreise.
Ohne die richtige Vorbereitung wird der Backpacking-Trip zum Reinfall
Nichts geht ohne die richtige Vorbereitung! Ja, Backpacking verspricht zwar ein Maximum an Spontanität und Flexibilität, doch es gibt vor Reiseantritt einige Punkte, die abgearbeitet werden müssen.
Die richtige Ausrüstung: Zukünftig ist der Rucksack Ihr Zuhause auf dem Rücken. Deshalb ist es wichtig, dass dieser so multifunktional wie möglich ist. Er sollte über mehrere Gurte verfügen, ausreichend Belüftung bieten und zusätzlich wasserabweisend sein. Je nach Backpacking-Trip dürfen auch Zelt, Schlafsack und Kochausrüstung nicht fehlen.
Recherche und Routenplanung: Während Spontanität ein großer Teil des Backpacking ist, ist es hilfreich, zumindest eine grobe Vorstellung von der Route zu haben. Informieren Sie sich über die Länder, die Sie besuchen möchten, ihre Visa-Bestimmungen und Sicherheitshinweise.
Gesundheitliche Vorbereitungen: Je nach Zielland ist eine vorherige Impfung empfehlenswert. Insbesondere bei Reisen nach Thailand, Afrika oder in die Karibik. In puncto Gesundheit sollten Sie auch zwingend eine Reisekrankenversicherung abschließen.
Finanzielle Planung: Wie heißt das Sprichwort doch gleich? Genau: Ohne Moos, nichts los! Sofern Sie nicht als „digitaler Nomade“ unterwegs ihr Geld verdienen, brauchen Sie ein ordentliches finanzielles Polster auf dem Bankkonto. Brechen Sie den zur Verfügung stehenden Betrag in ein Tagesbudget herunter, sodass Sie während der Reise nicht in Bedrängnis geraten. Es ist auch eine gute Idee, einen Notgroschen einzuplanen.
Kulturelle Vorbereitungen: Sicheres Englisch gehört für einen Backpacker zur Pflicht! Es kann jedoch nicht schaden, ein paar grundlegende Wörter der Landessprache des Ziellandes zu beherrschen. So können Sie beispielsweise in der Gastronomie einen Kaffee bestellen. Einheimische werden Sie so mit einem Lächeln empfangen und vielleicht sogar versuchen, Ihnen auf Deutsch zu antworten. Informieren Sie sich auch über lokale Bräuche und Verhaltensregeln.
Medikamente beachten: Nehmen Sie Medikamente oder setzen Sie auf bestimmte Nahrungsergänzungsmittel? Seien Sie vorsichtig! Medikamente oder Nahrungsergänzungsmittel, die bei uns zur Tagesordnung gehören, sind in anderen Ländern verboten. Ein gutes Beispiel hierfür ist CBD. So erging es beispielsweise dem jungen Fußballtrainer Billy Hood. Als er in Dubai in eine Kontrolle geriet, fanden die Beamten einen CBD-Vape. CBD ist in Dubai verboten! Der junge Engländer wurde zu einer Haftstrafe von 10 Jahren verdonnert.
Die richtige Vorbereitung spielt also eine wichtige Rolle, doch was darüber hinaus zählt, sind Offenheit und die Bereitschaft, sich auf das Abenteuer Leben einzulassen.