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So., 05. Februar 2017, 22:24 Uhr
Dem 4: 3 Sieg vom Freitag in Iserlohn ließen die Mannheimer Kufencracks am Sonntag ein glanzvolles 4:2 in Köln folgen
Bärenstarke Adler mit 6-Punkte-Wochenende
Adler-Stürmer Ronny Arendt traf 24 Sekunden vor dem Schlusspfiff zum 4:2 Endstand. Foto: Gernot Kirch
Von Gernot Kirch Die Mannheimer Adler feierten in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) ein starkes 6-Punkte-Wochenende. Dem knappen 4:3 (1:1/0:1/3:1) Sieg vom Freitag bei den Iserlohn Roosters ließen die Adler am Sonntag ein glanzvolles 4:2 (1:0/1:1/2:1) beim Erzrivalen aus Köln folgen. Damit kletterte Mannheim in der Tabelle auf Rang drei, nur mehr einen Punkt hinter dem Zweiten aus Nürnberg. Spitzenreiter ist weiterhin Red Bull München.
Die Adler überzeugten in beiden Partien des Wochenendes mit einer kompakten Mannschaftsleistung von den beiden Torhütern über die Abwehr bis hin zum Sturm. Wobei die Angreifer in dieser Saison ein besonders Lob verdienen, denn die große Torgefährlichkeit mit bereits 155 erzielten Treffern ist zweifelsohne das Markenzeichen der Raubvögel.
Am nächsten Freitag muss Mannheim nach Düsseldorf, ehe am Sonntag die Nürnberg Ice Tigers zum absoluten Top-Spiel in die heimische SAP-Arena kommen. Spielbeginn ist um 14 Uhr.
Insgesamt sind in der DEL noch acht Partien in der Punktrunde zu absolvieren, dann beginnen im März die Play-Offs. Und dieses garantiert mit Mannheim.
Chronologie der Partie Köln gegen Mannheim
1. Drittel
Es ging sofort zur Sache und beide Teams agierten mit hohem Tempo, viel Emotionen und großem Einsatz. Etwas gefährlicher dabei zunächst die Haie. In der 7. Minute dann aber Adler-Stürmer Ryan MacMurchy mit der großen Chance, aber er scheiterte knapp. Ab der 12. Minute konnten die Mannheimer mit 5:3 Feldspielern agieren, da zwei Haie auf der Strafbank saßen. Aber die Raubvögel nutzten diese große Drangphase nicht. In der 17. Minute war es aber soweit und Daniel Sparre traf zur 1:0 Führung für Mannheim. Fazit: Ein tolles, intensives Drittel zweier gleich starker Teams.
2. Drittel
Im zweiten Abschnitt die Adler zunächst tonangebend, doch in der 26. Minute war es der Kölner Shawn Lalonde, der in Überzahl zum 1:1 Ausgleich traf. Es blieb ein Match auf Augenhöhe mit hoher Intensität und viel Leidenschaft. Beide Mannschaften zeigten ein klasse Leistung und harten Körpereinsatz. Zwei Minuten vor Drittelende die Mannheimer in Überzahl. 25 Sekunden vor dem Pausenpfiff war es Adler-Angreifer Garrett Festerling , der zur 2:1 Führung für die Cracks aus der Quadratstadt einhämmerte. Die war auch der Stand beim gang in die Kabinen. Fazit: Toller Pucksport von den ewigen Rivalen des deutschen Eishockeys. Die Adler-Führung sicher etwas glücklich, aber durchaus verdient.
3. Drittel
Das dritte Drittel hatte kaum begonnen, da durften die Adler erneut in Überzahl ran. Diesmal war es David Wolf, der in der 44. Minute zum 3:1 für Nordbadener einschoss. Ab jetzt fokussierte sich Mannheim auf die Abwehrarbeit und wollte das Resultat über die Zeit bringen. In der 50. Minute war es der Kölner Shawn Lalonde, der in Überzahl auf 2:3 verkürzen konnte. Die Haie setzten jetzt auf Offensive und die Adler standen massiert in der Abwehr.
Dann waren noch drei Minuten zu spielen und noch hielt die Adler-Festung. Anderthalb Minuten vor Ende nahm Köln den Torwart zugunsten eines sechsten Feldspielers heraus. Dramatik pur! Doch nicht die Haie trafen, sondern Adler-Stürmer Ronny Arendt schob den Puck zum 4:2 Sieg ins leere Kölner Tor. Fazit: Ein packendes Match der ewigen Rivalen des deutschen Eishockeys. Die 14.000 Zuschauer sahen ein tolles Spiel. Der Sieg der Adler sicher etwas glücklich, aber verdient, da die Mannheimer cleverer und kaltschnäuziger agierten.