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  • Mi., 26. August 2015, 12:40 Uhr
    Der Alsheimer Haltepunkt wird bis Dezember 2015 mit 3,4 Millionen Euro für die S-Bahn fit gemacht

    Bahnhof für die gesamte VG Eich

    Die Modernisierung erfolgt bei laufendem Bahnbetrieb. Von links: Projektleiterin Kerstin Schmidt, 1. Beigeordneter Karl-Heinz Nielsen und Bürgermeister Wolfgang Hoffmann. Foto: Gernot Kirch


    Von Gernot Kirch Die S-Bahnen des Verkehrsverbundes Rhein-Neckar (VRN) verkehren seit 1989 in der Metropolregion und transportieren jährlich rund 320 Millionen Fahrgäste. Bisher reichte das Streckennetz rund um die Großstadt Mannheim aber nur bis Osterburken, Karlsruhe und Homburg (Saar). In einer weiteren Ausbaustufe sollte bis Ende 2015 auch die Trasse von Ludwigshafen über Worms bis nach Mainz dazukommen. Dies hat sich jetzt zwar verschoben, da in Baden-Württemberg Genehmigungsverfahren nicht rechtzeitig eingeleitet wurden, aber die S-Bahn kommt, wenn wohl auch erst im Jahr 2018. Die „Rheinland-Pfälzer“ haben im Gegensatz zu ihren südlichen Nachbarn gut gearbeitet. Als letzte Station wird auf der Strecke von Worms nach Mainz zurzeit der Haltepunkt Alsheim modernisiert. In erster Linie bedeutet dies, die Bahnsteige werden komplett neu gebaut, damit sie auf die entsprechende Höhe kommen, um einen ebenerdigen Einstieg zu ermöglich. Für Radler, Rollstuhlfahrer, Eltern mit Kinderwagen und Menschen mit Rollatoren bedeutet dies eine enorme Erleichterung.

    Planmäßige Bauphase

    Der Alsheimer Bürgermeister Wolfgang Hoffmann hatte am Dienstagmorgen zu einem Pressegespräch unter Beteiligung von Vertretern der DB AG an den Bahnhof gebeten, um über den raschen Fortgang der Arbeiten zu berichten. Die Projektleiterin der DB AG aus Frankfurt, Kerstin Schmidt, führte aus, dass die Arbeiten am Bahnhof in Alsheim seit Mitte Juni diesen Jahres laufen und bis zum 12. Dezember 2015 abgeschlossen sein sollen. Pünktlich zum Fahrplanwechsel am 14. Dezember können die Reisenden dann vom neuen Bahnsteig aus barrierefrei in die Züge einsteigen. Der Passagier kann zudem die Informationen über die Abfahrtzeiten und mögliche Verspätungen in Echtzeit auf Laufbänder an den Bahnsteigen ablesen. Die Tickets kann der Fahrgast weiterhin an einem Automaten am Bahnhof kaufen. Abschließend erinnerte Kerstin Schmidt daran, dass alle Modernisierungsmaßnahmen bis Dezember bei laufendem Bahnbetrieb erfolgen, was zwar gewisse Unannehmlichkeiten für die Reisenden bedeuten könne, das Ein- und Aussteigen in Alsheim aber jederzeit gewährleistet sei. Das nicht benötigte Gleis 3 wurde bereits im Mai 2015 abgebaut.

    Kein Aufzug

    Hinsichtlich der Diskussionen über Aufzüge an den Bahnsteigen sagte Wolfgang Hoffmann, dass man sich dagegen entschieden habe. Der Grund seien die hohen Kosten gewesen, denn es müsste nicht nur die einmalige Anschaffung bezahlt werden, sondern auch die Wartung und eine jährliche Überprüfung durch den TÜV. Leider, so ergänzte hier Kerstin Schmidt, seien Aufzüge auch häufig vom Vandalismus betroffen. Nach Aussage von Wolfgang Hoffmann werde der Bahnhof daher die Unterführung behalten und es werden „flache“ Rampen verwirklicht, die für Kinderwagen und Rollstuhlfahrer problemlos zu nutzen sind.

    Teilung der Kosten

    Wolfgang Hoffmann präsentierte zum Abschluss des Pressegespräches die Kosten. Ursprünglich kalkuliert wurde demnach im Jahr 2007 mit einem Betrag von insgesamt 1,6 Millionen Euro, von denen die Ortsgemeinde Alsheim rund 500.000 Euro hätten übernehmen sollen. Im Jahr 2009 und nochmals im Jahr 2012 seien die Kosten dann explodiert und man liege jetzt bei einer Summe von insgesamt 3,4 Millionen Euro. Nach intensiven Diskussionen erhalte die Ortsgemeinde jetzt aber großzügige Zuschüsse. Es sei gelungen, den Partnern deutlich zu machen, dass dies nicht nur ein Bahnhof für die Einwohner Alsheims werde, sondern Bürger aus der gesamten Verbandsgemeinde Eich und sogar von den „Berggemeinden“ der ehemaligen VG Guntersblum hier zusteigen. Die Kosten von 3,4 Millionen Euro verteilen sich jetzt wie folgt, der Bund übernimmt 1,6 Millionen Euro, das Land 675.000 Euro, der Landkreis Alzey-Worms 420.000 Euro, die VG Eich 250.000 Euro und der Ort 377.000 Euro.

     

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