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  • Mo., 18. November 2019, 12:34 Uhr
    HANDBALL OBERLIGA FRAUEN: TG Osthofen gerät bei 20:32-Niederlage gegen TV Bassenheim ob desolater Vorstellung schnell auf die Verliererstraße

    Bankrotterklärung in erster Halbzeit

    Romy Blanz mühte sich aus dem linken Rückraum heraus vergeblich. Im Spiel gegen die Rheinländerinnen des TV Bassenheim stand sie wie das gesamte Team der TG Osthofen von Beginn an auf verlorenem Posten. Foto: Felix Diehl


    VON JAAP JÜRGEN | Die Trommeln der TGO-Kids verstummen früh. Schon lange vor der Halbzeit-Sirene verabschieden sich viele der treuen Handball-Fans der TG Osthofen vorzeitig von der Tribüne in den Catering-Bereich der Wonnegauhalle in die Pause. Trainer Marcus Otterstätter und etlichen Zuschauern stehen fassungslose Mienen ins Gesicht geschrieben. Momentaufnahmen des Handball-Matches der Oberliga Rheinland-Pfalz / Saar der Frauen zwischen der TG Osthofen und TV Bassingen. 7:19 lagen die Wonnegauerinnen nach einer desolaten Vorstellung in den ersten dreißig Minuten gegen die Frauen aus dem Rheinland zur Halbzeit hinten. Frühzeitig ist das Heimspiel verloren. Zwar zeigen sich die TGO-Frauen nach dem Wechsel von ihrer besseren Seite, die klare 20:32-Niederlage ist aber nicht abzuwenden. Eine Negativserie von sieben Spielen ohne Sieg steht damit bei aktuell 5:13 Punkten für den Tabellenelften nach neun Spieltagen fest. Der Trend bei der TG Osthofen zeigt nach unten.

    Löchrige TGO-Abwehr öffnet TV Bassenheim die Tür

    Technische Fehler über technische Fehler im Angriff. „Die Abwehr war völlig von der Rolle“, musste Marcus Otterstätter erstmals in der Saison 2019/2020 der sonst recht stabil agierenden 6:0-Defensive um die Mittelblockerinnen Kristina Graf und Jasmin Bott die Note „mangelhaft“ ausstellen. Die ersten sechs Würfe der Gäste zappelten im Netz. Gegenwehr? Fehlanzeige. Bassenheim traf vom Kreis, aus dem Rückraum und von den Außenpositionen. „Wir hatten rein nichts zu entgegnen“, sah Marcus Otterstätter nichts von dem umgesetzt, was man sich vor dem Spiel vorgenommen hatte. Bassingen dominierte mit variablem Angriff über Linksaußen-Spielerin Hannah Schlapp (8) und Rechtsaußen-Spielerin Nicole Hammen (10/3) nach Belieben. 4:17 (26.) stand das ernüchternde Zwischenresultat der deutlichen Überlegenheit der Gäste an der Anzeigetafel zu lesen.

    Kurzes Aufbäumen verpufft, Wende bleibt aus

    Immerhin: „Das Team hat sich nicht aufgegeben“, machte Marcus Otterstätter eine positive Reaktion der Mannschaft auf den kollektiven Blackout in der ersten Hälfte aus. Der TGO-Coach hatte Constanze Schnaubelt für Christina Fahrnbach auf die Position der Spielmacherin in die TGO-Schaltzentrale geschoben. Ihre Anspiele auf Kreisläuferin Kristina Graf und Mona Schmitt im linken Rückraum brachten nun mehr Schwung in den lange im Leerlauf drehenden TGO-Angriff. Bis auf 13:19 (39.) kam Osthofen so heran. Für eine Wende im Spiel war der Rückstand freilich zu groß. Außerdem merkte Marcus Otterstätter an: „Michelle Köhler fehlte uns vorne wie hinten.“ Die Kreisläuferin und Mittelblockerin konnte ob einer im Spiel beim TSV Kandel Ende Oktober erlittenen Schulterverletzung die Partie nur von der Tribüne verfolgen. Dort sah sie den Zwischenspurt ihrer Mannschaft Mitte der zweiten Halbzeit verpuffen. TV Bassenheim brachte das Spiel, was die Rheinländerinnen bereits lange vor der Pause zu ihren Gunsten entschieden hatten, locker über die Runden.

    Handball Oberliga Rheinland-Pfalz / Saar Frauen:
    TG Osthofen – TV Bassenheim 20:32 (7:19)
    TG Osthofen: Haag, Kleinewächter; Schmitt (9/2), Schnaubelt (3), Knierim, Bott, Kohm, Blanz (1), Kristina Graf (4), Hauck, Fahrnbach (2/1), Thurow (1).
    Zuschauer: 100.
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