
Einen barrierefreien Zugang zur Ortsverwaltung Neuhausen fordert die Ehrenamtsinitiative „Wir für Worms Neuhausen“ (WFWN). Gehbehinderte Bürgerinnen und Bürger haben keine Chance, das Gebäude der Ortsverwaltung zu betreten.
Aus diesem Grund hat die Ehrenamtsinitiative schon vor geraumer Zeit einen Antrag gestellt, mit den Fördergeldern des Projektes Stadtdörfer, hier Abhilfe zu schaffen. Mit dem Ziel, allen Menschen die gleichen Rechten einzuräumen, müsse die Ortsverwaltung ertüchtigt werden.
Neuhausen, ein Stadtteil mit deutlich mehr als 10 000 Einwohnern, bietet eine ganze Anzahl von Dienstleistungen, die den meisten Menschen ihre Behördengänge wesentlich erleichtern können. Aller Inklusion- und Teilhabe-Versprechen zum Trotz sind Bürger mit Handicap von diesen Erleichterungen allerdings leider ausgeschlossen.
Ein persönliches Gespräch in der Ortsverwaltung mit dem Ortsvorsteher muss auch einem gehbehinderten Bürger möglich sein. Jeder Bürger hat das Recht an Ortsbeiratssitzungen teilzunehmen. Jeder Bürger hat das Recht sich in den Ortsbeirat wählen zu lassen.
Diese Rechte werden den Menschenn aus Sicht der Ehrenamtsinitiative Wir für Worms Neuhausen mit eingeschränkter Mobilität verwehrt, da es ihnen unmöglich ist, persönlich in den Sitzungssaal zu gelangen. Erschwerend komme noch hinzu, dass die am Eingang angebrachte Klingel – vor Jahren extra installiert, damit Menschen mit eingeschränkter Mobilität, Hilfestellung beim Betreten der Ortsverwaltung anfordern können – zwischenzeitlich durch einen großen Blumenkasten zugestellt ist. Die Klingel ist jedoch für Menschen mit oder ohne Behinderung nicht erreichbar.
Der Seniorenbeirat der Stadt Worms hat beschlossen, dass ab dem 5. April einmal monatlich von 10 bis 12 Uhr eine Seniorensprechstunde in der Ortsverwaltung stattfinden soll. Es muss den Menschen möglich sein, diese Sprechstunden zu besuchen und wenn nötig, Hilfestellungen beim Betreten des Gebäudes zu erhalten.
Der Antrag der Initiative erfolgt in Absprache mit dem Behindertenbeirat der Stadt Worms. Der Behindertenbeirat wird das Projekt umfassend begleiten.
Beitrag aus der Rubrik