So., 24. November 2013, 07:49 Uhr
Infoveranstaltung bei den LandFrauen
Basiswissen Wäschepflege
Wer kennt sich da schon aus, bei der Vielzahl der Waschmittel für alle erdenklichen Einsatzmöglichkeiten, bei all den verschiedenen Textilien, Temperaturbereichen, Wirkungsweisen und nachhaltigen Waschverfahren? Hauswirtschaftsmeisterin Ilka Glockmann die auch bei der Landwirtschaftskammer für die Ausbildung in der Hauswirtschaft mitverantwortlich ist, nahm die LandFrauen aus den Kreisen Alzey und Worms an die Hand und führte sie zuverlässig durch den Dschungel der Voll-, Color-, Fein- und Wollwaschmittel. Die teilweise auch schon sehr erfahrenen Hausfrauen konnten an diesem Abend noch sehr viel lernen über den Umgang mit den vielen mehr oder weniger hilfreichen Produkten der Waschmittelhersteller.
Ilka Glockmann erklärte, dass es gar nicht nötig ist, immer die höchste Temperatur zu wählen, oft reichen niedrigere Temperaturen aus um ein gutes Ergebnis zu erzielen. Die Waschmaschine sollte optimal genutzt werden, nicht zu wenig aber auch nicht zu voll beladen werden. Waschpulver soll nicht direkt auf die Wäsche gegeben werden, Flüssigwaschmittel nicht über die Spülkammer eingefüllt sondern mittels einer Dosierkugel in das Herz der Wäsche gegeben werden. So kann Belägen oder der Verstopfung der Leitungen vorgebeugt werden. Überflüssig sind oft Weichspüler und Waschmittel für dunkle Kleidung, ein Colorwaschmittel ist genauso gut. An Stelle von Fleckentfernern kann Zitronensaft und Natron eingesetzt werden, auch Mineralwasser leistet zur Vorbehandlung gute Dienste, auch Backpulver kann helfen. Feine Wollsachen können gut mit einer geringen Menge Haarshampoo gewaschen werden.
Wichtig ist es die Pflegeetiketten zu beachten. Im normalen Haushalt reicht es im Prinzip, ein Voll-, ein Fein- und ein Colorwaschmittel einzusetzen. Weichgespülte Wäsche kann keinen Schweiß aufnehmen, trocknet auch nicht gut, ein Schuss Essig im letzten Spülgang macht die Wäsche auf natürliche Art weicher. Viel erfuhren die Teilnehmerinnen auch noch über das Stärken oder Imprägnieren der Wäsche oder auch über die verschiedenen Ausstattungen der Textilien. Die Referentin regte dazu an, einmal darüber nachzudenken, wie es möglich sein kann Textilien zu Billigst-Preisen herzustellen und unter welchen Bedingungen Menschen in Drittweltländern dafür arbeiten. “Das könnte ein nächstes Vortragsthema werden!” meinte Kreisvorsitzende Hannelore Reinheimer in ihrem Schlusswort.