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Mo., 01. Juli 2019, 22:23 Uhr
Wasserball Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar: SC Poseidon Worms unterliegt zum Saisonfinale zwar WSV Ludwigshafen II und III, zieht aber positives Fazit zur „Neustart-Spielzeit“
„Batschnass Hurra! Batschnass Hurra!“
Musste in der Partie gegen WSV Ludwigshafen II einiges wegstecken: Center Andreas Bleicher konnte sich ob der engen Personaldecke seines Teams keine Pausen gönnen. Am Ende der Partie ging nicht nur dem Poseidon-Wasserballwart die Puste aus. Die Wormser unterlagen 5:14. Foto: Marcus Diehl
VON JÜRGEN JAAP |Von den Zahlen her sieht’s wie folgt aus. Die Wasserballer des SC Poseidon Worms haben die letzten beiden Heimspiele der Saison 2018/2019 in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar gegen den WSV Ludwigshafen III mit 10:13 und den WSV Ludwigshafen II mit 4:15 im heimischen Poseidon-Becken innerhalb von drei Tagen verloren. Die Wormser Jünger des griechischen Gottes des Meeres landen somit in der Abschlusstabelle bei drei Siegen in 14 Saisonspielen und 6:22 Punkten auf Rang sechs von acht Teams. Von Enttäuschung ist im Poseidon-Lager aber selbst nach den beiden Pleiten zum Saisonfinale keinerlei Spur. „Wir haben nach einer zweijährigen Aufbauarbeit heuer einen ordentlichen Neustart in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar hingelegt“, meint Kai Hornuf, der Poseidon-Vorsitzende.
Bittere Niederlage gegen den Tabellenletzten
Ein Neustart allerdings, der im letzten Heimspiel arg an die Kräfte der verbliebenen Rumpftruppe ging. Acht Mann brachte Poseidon nur ob vieler Verletzungen und zweier Sperren ans Becken. Einer, nämlich Künstler Frieder Susemichel, musste vorzeitig beruflich bedingt weg zu einem Konzert am Abend. Blieben noch sieben „Mohikaner“ und keine Wechsel-Möglichkeiten. „Bei einem derart kraftraubenden Sport wie Wasserball hast du da kaum eine echte Chance“, konstatierte Kai Hornuf, der liebend gerne im Wasser dabei gewesen wäre, anstatt die Aufsicht im Bad inne zu haben. Das ging aber nicht, der Poseidon-Chef zog sich wie auch Martin Klenk im Spiel zuvor gegen WSV Ludwigshafen III eine Sperre zu. Die Schiris pfiffen dabei so ziemlich alles gegen die Wormser – inklusive der Spielsperren. Folglich setzte es eine ziemlich unerwartete 10:13-Heimpleite gegen das Schlusslicht der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar.
Leistung stimmte, aber Kraft fehlte
Gegen die „Zweite“ des Zweitligisten WSV Ludwigshafen zog sich Poseidon lange gut aus der Affäre. 3:5 stand es zur Pause. Hätten die Wormser nicht zu allem Überfluss noch zwei Fünfmeter-Strafwürfe verballert, wäre es sicher noch enger geworden. Nach dem Wechsel merkte man den Gastgebern jedoch die schwindende Konzentration an. Ludwigshafen zog bis auf 3:10 davon. Das Spiel war entschieden.
Und obwohl Poseidon gegen Ende buchstäblich auf dem Zahnfleisch durchs Wasserbecken kraulte, hielt sich die Niederlage in Grenzen. Klar, dass man da, als die Kräfte wieder langsam zurückkehrten, den Poseidon-Schlachtruf ob einer insgesamt sehr ordentlichen Saison leise hören konnte. „Batschnass Hurra! Batschnass Hurra!“, hieß es – und das nicht etwa, weil die Poseidon-Wasserballer vom WSV Ludwigshafen II und III zweimal „nass gemacht“ wurden.
Wasserball Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar: SC Poseidon Worms vs. WSV Ludwigshafen III 10:13 SC Poseidon Worms vs. WSV Ludwigshafen II 5:14 (1:3, 2:2, 1:6, 1:3)
SC Poseidon Worms – Kader (Tore) vs. WSV Ludwigshafen II: Michael Sommer; Andreas Bleicher (2), Marcel El Ghazahl (1), Torsten Weber, Tobias Klosta (1), Jonas Brandt, Michael Otto (1), Frieder Susemichel.