„Befruchtende“ Kooperation zwischen KVG und mainzplus:
Von links: Ludwig Jantzer (für mainzplus/ Frankfurter Hof), David Maier (für Popup-Festival und Jazz and Joy), Petra Graen (Kulturbeigeordnete Worms), Sascha Kaiser (Geschäftsführer KVG). Foto: Regina Urbach.
Von Regina Urbach. Die Finanzierung von Kulturevents ist alles andere als auf Rosen gebettet. Höhere Risiken durch Unwetter, kurzfristige Absagen oder erhöhte Sicherheitsauflagen sowie Belastungen durch die geänderte Besteuerung für Ausländer oder die Mindestlohnregelung erschweren die Organisation auch mittelgroßer Events immer mehr. Um einander mit Rat und Tat beizustehen, haben sich daher die Wormser Kultur und Veranstaltungs GmbH Worms und die mainzplus CITYMARKETING GmbH zu einer Kooperation zusammengeschlossen. Am Donnerstag wurde diese im Wormser Theaterfoyer durch eine Podiumsdiskussion besiegelt. Neben David Maier und Sascha Kaiser brachten auch die Wormser Kulturbeigeordnete Petra Graen und der Programmgestalter des Frankfurter Hofs Ludwig Jantzer ihre Ideen zu Gehör, moderiert von Robert Montoto (Kulturbüro Metropolregion Rhein-Neckar).
Kultur braucht Sponsoren: So weit, so einig war man sich. Sascha Kaiser zeigte, in welche Richtung es gehen könnte: mit Pressekonferenzen bei Sponsoren oder der Entwicklung neuer Sponsoringkonzepte. Die Kooperation bezeichnete er als wichtigen Schritt: „Unsere Zusammenarbeit schließt neben der Unterstützung bei Marketing und Pressearbeit Treffen zur Programmplanung sowie die gemeinsame Realisierung von Musik- oder Kulturprojekten ein“, sagte er. Frau Graen betonte: „Kulturveranstaltungen erhöhen die Lebensqualität und steigern die Attraktivität der Region. Ein breit gefächertes Kulturangebot ist daher unabdingbar.“ Auch David Maier hob die immaterielle Langzeitwirkung von Kultur hervor. Jantzer, der aus jahrzehntelanger Erfahrung mit größeren Open-Air-Events um den Wert einer guten Versicherung weiß, erhoffte sich einen „befruchtenden Austausch“: „Mainz und Worms sind kulturelle Leuchttürme in Rheinhessen mit einem vielfältigen, innovativen und weltoffenen Angebot.“ Musikalisch gestaltet wurde die Veranstaltung durch das Duo „Kleingartenanlage“. In Anschluss an die Vertragsunterzeichnung tauschten sich Kulturschaffende und Veranstalter zwanglos aus.