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  • Di., 18. Juni 2013, 15:17 Uhr

    Behinderten Menschen die Teilhabe an der Gesellschaft ermöglichen

    Die Vorstandsmitglider der Arbeiterwohlfahrt Eich informierten sich mit Kathrin Anklam-Trapp, MdL und Bundestagskandidat Marcus Held in der Tagesförderstätte der Lebenshilfe in Worms.


    Zu einem Besuch der Einrichtungen der Lebenshilfe in Worms hatte der Ortsverein der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Eich eingeladen. Der Grund dafür war ein sehr erfreulicher: Bei verschiedenen Veranstaltungen der AWO im Verlauf des letzten Jahres wurde ein Überschuss von 500 Euro erwirtschaftet, den der Vorstand der AWO nun als Spende in Form eines Schecks durch die Vorsitzende Ingrid Winkler an die Verantwortlichen der Tagesförderstätte der Lebenshilfe Worms überreichte. Der Vorsitzende der Lebenshilfe, Ulrich Granseyer und der Geschäftsführer Norbert Köthnig bedankten sich hierfür herzlich bei der AWO Eich.

    Der Einladung waren auch Kathrin Anklam-Trapp, MdL, die gesundheits- und sozialpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion und Marcus Held, SPD-Kandidat für die Wahl zum Deutschen Bundestag gefolgt. Bei einem Rundgang durch die Räumlichkeiten führte Küchenchef Andreas Heß die Besucher zunächst in die neue Zentralküche, die im Jahr 2011 eingweiht werden konnte. Hier werden mit frischen regionalen Produkten nicht nur die Angestellten und zu Betreuenden versorgt, sondern von hier aus erfolgt auch die Mittagsverpflegung verschiedener Wormser Ganztagsschulen.

    Eine weitere Station des Besuchs war die Metallwerkstatt. Hier werden durch Zerspanungstechnik Werkstücke für Kunden im gesamten Rhein-Main-Neckar-Gebiet gefertigt. Auch große Unternehmen sind Auftraggeber, insbesondere dann, wenn es um kleinere Aufträge geht, für die sich die Einrichtung einer eigenen Produktionslinie im Unternehmen nicht lohnt.

    Wäscherei als Herzstück
    Ein Herzstück der Lebenshilfe ist die Wäscherei. Bis zu 350 Kilogramm Wäsche werden hier täglich geliefert und von 20 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen mit Behinderungen gewaschen und an verschiedenen Bügelstationen bearbeitet. Die Tagesförderstätte (TFS) wird von den Menschen besucht, die aufgrund ihrer Beeinträchtigungen nicht in einer der Werkstätten arbeiten können. Das heißt allerdings nicht, dass sie nicht produktiv sein können. So besteht eine Kooperation mit der Herrnsheimer Ölmühle, für die die Menschen in der Tagesförderstätte beispielsweise Walnüsse knacken. Derzeit besuchen zwischen 44 und 49 Menschen die TFS, die ursprünglich für 42 Plätze konzipiert war. Hier formulierten Ulrich Granseyer und Norbert Köthnig auch ihre Wünsche an die politischen Verantwortlichen. Sie würden die TFS gern erweitern und baten um die Unterstützung für diese Planungen.

    In der abschließenden Diskussionsrunde wurde das Thema Inklusion, also die Einbeziehung behinderter Menschen in die Gesellschaft erörtert. Dieses Thema sah auch Marcus Held als einen wichtigen Bereich sozialdemokratischer Politik an. „Das Bestreben muss immer sein, auch behinderte Menschen an der Gesellschaft teilhaben zu lassen“, so der SPD-Bundestagskandidat, der sich sehr erfreut zeigte, dass er die Gelegenheit hatte, sich mit der Arbeit der Lebenshilfe in Worms vertraut zu machen. Für Kathrin Anklam-Trapp war besonders wichtig, dass die Menschen mitten in den Gemeinden zu Hause sein können, statt in großen Wohneinrichtungen am Rande der Stadt isoliert zu leben.

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