Sa., 29.08.2026
Die Gratiszeitung für Worms und das Nibelungenland
  • Startseite
  • Sport
  • Termine
  • Stellenmarkt
  • Mo., 17. August 2015, 11:58 Uhr
    Bergstraße lockt die LandFrauen aus dem Kreis Worms / Rundgang machte Lust auf mehr

    Bei Führung bestens betreut

    LandFrauen aus dem Kreis Worms bekamen sehr viel Wissenswertes mit auf den Weg.


    Weinheim, die große Kreisstadt im Rhein-Neckar-Dreieck lockte in diesem Jahr die LandFrauen aus dem Kreis Worms und aus anderen Teilen Rheinhessens. Die beiden Burgen grüßten schon von weitem zum Willkommen in der historischen Altstadt, die keinerlei Brandschatzungen oder Kriegseinwirkungen hinnehmen musste. Drei versierte Gästeführer begrüßten die etwa 90, größtenteils per Bahn angereisten RheinhessInnen auf dem Marktplatz und betreuten sie bei der „heißen“ Stadtführung bestens. Das alte Rathaus, schon 1557 als Kaufhaus geschaffen, das Untergeschoss war ursprünglich eine offene Halle, darüber befindet sich der mit prächtigen Renaissance-Malereien ausgestattete Bürgersaal. Ab 1752 bis nach dem 2. Weltkrieg war es Rathaus. 2002 wurde es grundlegend renoviert. Nahe dabei stehen der Marktbrunnen von 1928, den Justitia ziert und die Löwenapotheke vom Anfang des 17. Jhdt. Das heutige Rathaus mit Sitz der Stadtverwaltung befindet sich im ehemaligen Schloss mit Bauteilen verschiedener Epochen, die Durchfahrt des Oberturms entstand schon 1400, der Renaissancebau des Kurpfälzischen Schlosses schließt sich seit 1537 an, im 19. Jhdt. wurde der Schlossteil mit dem neugotischen Turm erbaut, seit 1938 befindet sich gesamte Anlage im Besitz der Stadt.

    Das Gerberviertel wirkt mit seinen winkligen Gassen und alten Fachwerkhäusern sehr malerisch. In diesem Viertel sind noch heute zahlreiche Gerberwerkstätten zu sehen. Durch dieses Idyll schlängelt sich der Gerberbach, in den die Felle getaucht und bearbeitet wurden. Eine gut durchdachte Be- und Entlüftung sorgte dafür, dass keinerlei Gerüche über dem Gerberbachviertel schwebten, die beim Bearbeiten der Felle nun einmal entstanden. Dank einer Stiftung wurde 1350 die Ulner Kapelle errichtet, die an das Gerberviertel grenzt. Im Schmiedewerk kann man noch das Wappen der Ulner, der späteren Besitzer. Das angrenzende ehemalige Armenspital wurde mehrmals umgebaut und ist noch gut erhalten. Im ehemaligen Deutschordenshaus befindet sich heute das Museum mit Fresken des 13. und 14. Jhdt. der Peterskirche, Ansichten Weinheims und seiner Umgebung, Biedermeier- und historische Möbel aus dem Weinheimer Schloss. Die ev. Stadtkirche wurde 1736 eingeweiht. Der schlichte barocke Innenraum enthält noch teilweise das alte Kirchengestühl.

    Die kath. St. Laurentiuskirche, die erst 1911 neu erbaut wurde, birgt in ihrem Inneren zahlreiche Grabdenkmäler des 13.-18. Jahrhundert aus ihrer Vorgängerkirche. Doch nicht nur diese Daten wurden den Besuchern vermittelt, viele kleine Begebenheiten wussten die Gästeführer lebendig werden zu lassen. Vieles gab es auch zu erfahren über den Bau der Fachwerkhäuser und wie das gut bearbeitete Holz die Jahrhunderte überdauerte bzw. sogar an Festigkeit gewann. Es gab nie Brände in Weinheim und wenn auf diesem Rundgang auch nur ein kleiner Teil gezeigt werden konnte, so machte er doch Lust auf mehr bei den verschiedensten Spezialführungen und dass auch die Gastronomie einiges zu bieten hat, das durfte bei strahlendem Sommerwetter ausprobiert werden.

    Beitrag aus der Rubrik

    » Aus dem Nibelungenland
    Anzeige Reifen Mast KN10123Anzeige Platten NOLLAnzeige Online StellenmarktAnzeige VHS
    Anzeige AmtsblattAnzeige Tip SüdhessenAnzeige Cecil Cycle KN18256
    Anzeige Klinikum Worms - Tag der offenen TürAnzeige TicketshopAnzeige das Wormser