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Mi., 12. Februar 2014, 13:24 Uhr
Der Bauausschuss der Dom- und Martinsgemeinde hat sich intensiv mit dem Vorschlag des Vereins "Freier Blick auf den Dom" beschäftigt
Beim Alternativmodell zum „Haus am Dom” bleiben Fragen
Der Verein „Freier Blick auf den Dom” hat den hier abgebildeten Entwurf vergangenen Woche präsentiert.
VON GERNOT KIRCH Die Der Verein „Freier Blick auf den Dom“ hat einen Vorschlag als Alternative zum zweiten Entwurf der Domgemeinde kreiert und ihn in der vergangenen Woche an den Dompropst, das Bistum in Mainz sowie an die Medien weitergeleitet. Der Verein versteht seine Idee als Kompromissvorschlag, um die Wormser zu versöhnen. Der Alternativentwurf nimmt als Basis den zweiten Springer-Einwurf. Jedoch rückt der Verein das ”Haus am Dom” etwa 25 Meter vom Dom weg, macht das Satteldach flacher und drehte es, sodass die Stirnseite auf den Domvorplatz schaut. Das Sockelgeschoss mit Läden und einem Café bleibt wie beim Spinger-Entwurf erhalten. Die Innengröße des Gebäudes bleibt erhalten, die Gemeinden müssten also kein Abstriche bezüglich der Raumnutzung machen. Die Skizze macht das Grundkonzept des Vereins anschaulich. (Lesen Sie dem Alternativvorschlag auch den NK vom Samstag, den 8. Februar - auch online verfügbar).
Fragen bleiben
Der verantwortliche Bauausschuss der Martins- und der Domgemeinde haben den Vorschlag jetzt intensiv geprüft. Allerdings bleiben für die beiden Gemeinden noch ein Reihe von Fragen, die der Bauschuss nun in Form einer Presseerklärung an die Medien weitergeleitet hat.
Denkmalschutz und Kita
Zunächst fragt der Bauausschuss, wie tief in das Gelände des Kindergartens und in den südlichen, denkmalgeschützten Kreuzgang eingegriffen würde? Diesbezüglich ergänzt der Bauausschuss seine Fragestellung, was mit der südlichen Kreuzgangmauer geschehen soll, die in der Ausschreibung des Architektenwettbewerbes als unantastbar bezeichnet wurde?
Urheberrecht
Kritisch hakt der Bauausschuss hinsichtlich der Trennung von Sockelgeschoss und „Haus am Dom” nach, ob im Sinne des Urheberrechtes geprüft wurde, ob auf das Sockelgeschoss, wie es der Springer-Entwurf vorsehe, überhaupt ein alternatives Bauwerk gestellt werden dürfe?
Ein wichtiger Aspekt ist für Kirche, inwieweit die zwischen „Haus am Dom” und Nikolauskapelle geplante Baumreihe die städtebaulich gewollte Trennung der beiden Plätze erfülle?
Abschließend fragen die Dom- und die Martinsgemeinde, wie wichtig dem Verein die architektonische Qualität der Bebauung sei und ob mit der Alternativentwurf die Anerkennung des Dom als UNESCO Weltkulturerbe aufs Spiel gesetzt werde.
Keine weitere Stellungnahme
Da die oben genannten Fragen aus Sicht des Bauauschusses der beiden Gemeinden durch den Verein noch nicht beantwortet sind, kann zur Presseveröffentlichung des Vereins keine weitere Stellungnahme abgeben.