So., 20. November 2016, 21:13 Uhr
Christina Heimlich: Seniorenbeirat trifft sich zukünftig zweimal im Jahr mit dem Oberbürgermeister
Beirat vertritt 30 Prozent der Bevölkerung!
Ein sehr kollegiales und konstruktives Gespräch mit Oberbürgermeister Michael Kissel wurde mit dem Vorstand des Seniorenbeirats geführt, do deren Vorsitzende Christina Heimlich. Michael Kissel habe sich erfreulich viel Zeit für die Anliegen der Seniorenvertretung genommen. Ihm ist bewusst, dass dieser Beirat mittlerweile 30 Prozent der Bevölkerung vertrete.
Für ihn sei nunmehr auch selbstverständlich, dass Vertreter des Seniorenbeirats regelmäßig im Bauausschuss zu Gast seien sowie auch im Haupt- und Finanzausschuss, der zumeist öffentlich tagt.
Respekt vor dem Alter und den vorhandenen Fähigkeiten wurden von ihm positiv bewertet freute sich die Vorsitzende des Seniorenbeirates. Der Alterssurvey wurde in der Kurzfassung überreicht sowie die Thesen zur kommunalen Engagementförderung, in der die Seniorinnen und Senioren ab 60 Jahren bedeutende Ressourcen darstellten.
Michael Kissel habe eingeräumt, dass er selbst zur Zielgruppe des Seniorenbeirats gehöre und es beeindruckend finde, aus eigener Erkenntnis und der des Alterssurveys, welche geistigen und körperlichen Ressourcen in dieser Generation stecken.
Masterplan als Hauptthema
Hauptthema des Gespräches sei natürlich der Masterplan Wohnen und die Altersarmut in Worms gewesen. Gernot Lahr vom Seniorenbeirat hat erneut darauf hingewiesen, dass z.B. in Mainz auch private Investoren verpflichtet werden, einen bestimmten Teil der Wohnungen als preiswertere Wohnungen auszuweisen sind. „Sozialer Wohnungsbau klingt immer so negativ, dabei sind viele Rentner und Rentnerinnen aus der Mittelschicht davon betroffen“, meint Vorsitzende Christina Heimlich und widerlegt damit die Haltung der Verwaltung, dass Wohnprojekte keine Kunden fänden, wenn es darin teilweise begünstigten Wohnraum gäbe.
Wichtiges Thema sei auch die Absenkung der Randsteine vor Pflegeeinrichtungen gewesen, an die man bei der Errichtung nicht dacht habe. Die Heimbeiräte, die von Margitt Gräff-Bens unterstützt werden, bitten daher darum, hier außerhalb von allgemeinen Maßnahmen, Abhilfe zu schaffen.
Von Aktivitäten beeindruckt
Beeindruckt habe sich laut Heimlich OB Kissel auch gezeigt, dass es eine sehr aktive Arbeitsgruppe Stadtentwicklung mit Dieter Horst gebe und es hier bereits viele Kontakte und Anregungen gebe. Die AG Netzwerk mit Brigitte Perchalla, Rudolf Fuchs-Webel und Ursula Groos kümmert sich um die Befragung der Senioren in der Kernstadt zwischen Bahnhof und Nibelungenschule. 1.200 Briefe wurden verschickt mit Bitte um Rückmeldung, wer ein persönliches Gespräch führen möchte, um mit dem Seniorenbeirat Kontakte aufzunehmen und Hinweise zu geben. Auch Oberbürgermeister Michael Kissel bittet um zahlreiche Bereitschaft, sich für Interviews zur Verfügung zu stellen.
Zukünftig sollen derartige Spitzengespräche mit dem Oberbürgermeister zweimal im Jahr stattfinden.