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  • Di., 12. Dezember 2017, 16:00 Uhr
    28 Personen aus 10 Nationen erhielten von OB Michael Kissel im Rathaus die deutsche Staatsbürgerschaftsurkunde und das Grundgesetz

    Bekenntnis zur neuen Heimat

    OB Kissel mit den neu eingebürgerten Wormsern.

    Mit dem ersten Satz aus dem Duo für zwei Violinen in D-Dur von Georg Philipp eröffneten die beiden Schüler der Lucie-Kölsch-Musikschule Alexandra und Benjamin Shofman musikalisch die letzte Einbürgerungsfeier im zu Ende gehenden Jahr 2017, zu der sich 28 Männer und Frauen aus zehn verschiedenen Nationen am Montagnachmittag im Ratssaal des Wormser Rathauses eingefunden hatten.


     „Für Sie alle und die Stadt Worms ist der heutige Tag mit einem besonderen Ereignis verbunden. Sie geben aus innerer Überzeugung ihre bisherige Staatszugehörigkeit auf, um Deutsche bzw. Deutscher zu werden“, verdeutlichte Oberbürgermeister Michael Kissel. Die Zukunft von Deutschland und damit auch von Worms baue auf Weltoffenheit auf, betonte der Stadtchef. Das Land befinde sich im demografischen Wandel, sei aber gleichzeitig Teil des globalen wirtschaftlichen Wettbewerbs. "Daher ist Zuwanderung und Integration immens wichtig und auch erwünscht, denn unsere Gesellschaft soll stark bleiben und sich weiterentwickeln“, machte der OB deutlich. Worms sei seit jeher von Zuwanderung geprägt, erinnerte Michael Kissel an die Kelten, Merowinger und Römer in Vorzeiten und die Gastarbeiter aus Italien und anderen europäischen Ländern in den Jahren des „Wirtschaftswunders“.


    „Unserer Stadt ging es immer dann am besten, wenn Menschen verschiedenster Herkunft friedlich zusammengelebt haben", warb der Stadtchef für ein buntes Miteinander und hob zu guter Letzt den Stellenwert der deutschen Staatsbürgerrechte hervor, die an eine Reihe von Voraussetzungen gebunden sind. Eine ununterbrochene Aufenthaltsdauer in Deutschland von mindestens acht Jahren, keine Vorstrafen, ein eigenes Einkommen sowie das Bekenntnis zur deutschen Rechtsordnung und zur Demokratie sind notwendig, um die Einbürgerungsurkunde in Händen halten zu dürfen.


    „An erster Stelle steht jedoch das Beherrschen der deutschen Sprache, um sich mitteilen und mit anderen verständigen zu können“, betonte OB Kissel. Für eine gelungene Integration müsse man nicht die eigenen Wurzeln oder seine Religion aufgeben, aber offen sein für die neue Kultur. Am Ende der Feier hörten die Eingebürgerten die deutsche Nationalhymne erstmals als deutsche Staatsbürger, Bürger der Europäischen Union und neue Wormser. Eine Bildergalerie von der Einbürgerungsfeier wird in den kommenden Tagen auf der städtischen Homepage www.worms.de veröffentlicht.


     

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