Do., 30. Juni 2016, 17:35 Uhr
Windlastverfahren belegt Standsicherheit / Aggressiven Umwelteinflüssen ausgesetzt
Beleuchtungsmasten werden geprüft
Ab der nächsten Woche überprüft EWR 462 Straßenbeleuchtungsmasten in Worms sowie den Vororten Herrnsheim, Ibersheim, Pfeddersheim, Rheindürkheim und Weinsheim. Dabei wird ein Minibagger einer Spezialfirma auf den Gehwegen zum Einsatz kommen: Bei der Prüfung wird der Mast durch kontrollierte Zug- und Druckkräfte belastet. Die daraus entstehende Biegung wird über Sensoren gemessen und zeitgleich mit der aufgebrachten Kraft über ein Computersystem protokolliert. „Aus diesen Messwerten lassen sich die Standsicherheit und damit die Verkehrssicherheit ableiten“, erklärt Projektleiter Nico Baas. Die Masten müssten dabei das 1,2- bis 1,5-fache der maximalen rechnerischen Windlast aushalten. Erfahrungsgemäß sind nur ein Prozent der Masten auszuwechseln: „Ein Beleg für den guten Zustand der Straßenbeleuchtungsanlagen“, sagt EWR Netz-Geschäftsführer Johannes Krämer.
Aggressiven Umwelteinflüssen ausgesetzt
Die Prüfung wird etwa alle sechs Jahre wiederholt, damit die Standsicherheit der Masten dauerhaft gewährleistet werden kann. Denn zahlreichen Umwelteinflüsse machen sich über die Jahre bemerkbar: Bodenfeuchtigkeit, Streusalz oder Schwingungen durch Wind und Verkehr. Die Folgen sind auf Dauer Materialermüdung, Korrosion, Risse oder Beschädigungen von Verankerung und Fundament. „Das haben wir mit der Prüfung dann bestens im Blick“, betont Baas.