
Von Marcus Diehl › Heimpremiere für Marco Streker dem neuen Coach der TSG Pfeddersheim. Nach der guten Partie im Pokal sollte im Heimspiel der erste Sieg unter seinen Fittichen geholt werden.
Nach Abpfiff der Partie stand ein enttäuschendes 1:1 (1:0) gegen den TuS Marienborn auf der Anzeigetafel. Enttäuschend war aber nur das Ergebnis. Denn vom Auftreten seiner Mannschaft darf Marco Streker zufrieden gewesen sein. Mit dem Manko, dass sie sich nicht für ihr Bestreben belohnt haben. Diesen Schuh müssen sich die Spieler anziehen lassen – so viele Torchancen wie gegen Marienborn hatten sie schon seit Wochen nicht mehr erspielen können. Pech und Unvermögen wechselten sich dabei ab. Allein Alexander Biedermann hätte seine Trefferquote zweistellig hochschrauben können. Für seine Qualitäten sind die bisherigen sechs Treffer in der Verbandsliga zu wenig. Dies ist auch ein Grund, warum die TSG nicht da steht, wo sie stehen sollten.
Für alle im weiten Rund des Uwe-Becker-Stadions war der 1:0-Pausenstand nicht nachvollziehbar. Zwar ging die TSG früh in der Partie durch Alexander Biedermann in Führung. Was danach aber alles vergeben wurde an Torchancen, sprichwörtlich „geht auf keine Kuhhaut.“ Drei Dinger hätten eigentlich verwertet werden müssen: Zweimal Pfosten, aus kürzester Entfernung durch Alexander Biedermann und Lion Schubach scheiterte am Torhüter.
„Es muss mindestens 3:0 stehen für uns in der Halbzeit“, sprach Marco Streker, nach der Partie. Von den Gästen kam in Hälfte Eins in der Offensive gar nichts. Beim ersten Angriff nach der Pause hatte Fabio Schmidt den nächsten Treffer auf dem Fuß. Etwas mehr Ruhe am Ball und er geht rein, er drischt den Ball aber über das Tor.
Danach dachten sich die Gäste, wenn die TSG nicht trifft, dann zeigen wir denen, wie Effektivität aussehen kann. Mit dem ersten Torschuss der Partie trifft Lirion Aliu mit starker Hilfe der TSG-Defensive zum Ausgleich.
Auf der anderen Seite ging der Chancenwucher der TSG weiter: Torhüter Niclas Lantzsch war jetzt so richtig warm geschossen und konnte sich mehrmals auszeichnen. Seine größte Heldentat war, als er einen Kopfball von – natürlich Alexander Biedermann – noch aus dem Winkel holte.
Ganz das Spiel auf den Kopf gestellt hätte ein weiterer Lapsus der TSG, diesmal durch Torhüter Sören Pätzold. Doch Mateo Trapp war wahrscheinlich selber zu überrascht und vergab den möglichen Treffer. Alles was die TSG am Ende auch versuchte, ein Tor lag nicht mehr in Reichweite.
„Nehme ich die vergebenen Torchancen einmal aus dem Blickfeld, habe ich viele gute Dinge gesehen. Die Defensive hat nicht viel zugelassen und das Spiel über die Außen hat gut funktioniert. Darauf werden wir weiterhin aufbauen“, analysierte Marko Streker das Spiel.
Am Ende waren es zwei verlorene Punkte für die TSG. Nach dem letzten Vorrundenspieltag steht die TSG auf dem 12. Tabellenplatz. Einfach zu wenig, was den Kader betrifft. Doch die letzten zwei Partien, Dudenhofen und Marienborn, machen Mut zur Hoffnung.
Am Samstag kommt die SG Eintracht Bad Kreuznach um 17 Uhr zum ersten Spieltag der Rückrunde.