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  • Fr., 20. Mai 2022, 12:17 Uhr
    OFFENBACH: Simple Minds holen – mit Corona-Verspätung – ihre „Celebrating 40 Years of Hits Live-Tour“ nach

    Berauschte Fans bei den „Schlichten Gemütern“

    Foto: Rudolf Uhrig


    Rudolf Uhrig › Von Deutschland geht es nach Norwegen und Schweden – dann noch mal zu uns, am 14. Juni sind sie in Mannheim (Maimarktgelände) live zu erleben. Dann touren sie weiter ins Vereinigte Königreich, dann in die Niederlande, Spanien, Frankreich, Italien.

    Tja, Simple Minds – und von ihnen ist hier die Rede – haben Nachholbedarf. Nach drei Coronabedingten Terminverlegungen standen sie nun am Dienstagabend auf der Bühne der Offenbacher Stadthalle. Sicher musste der eine oder andere „geneigte Fan“ bei James „Jim“ Kerr zweimal hinschauen: ein Bäuchlein und wenige bis gar keine Haare mehr. Auch bei Rockstars geht die Jugend dahin; im Juli wird der Mann aus Glasgow 64!

    Von den Gründungsmitgliedern ist nur noch Gitarrist Charlie Burchill dabei, der dann im November seinen 64. Geburtstag feiert. Aber mal ehrlich, das ist doch vollkommen egal, das war schlichtweg ein „Abend der Glückseligkeit.“ Gut, bis die Band (dabei auch Bassist Ged Grimes und Gordy Goudie, der gleich mehrere Instrumente spielte) sich so richtig „eingroovte“, dauerte es etwas und ja, Herr Kerr musste auch mal Puste holen, die akrobatischen Einlagen gelangen nicht mehr so geschmeidig wie noch 2006 bei Worms: Jazz & Joy (https://www.jazzandjoy.de/jazz-and-joy/bildergalerie/2006.php)

    „Frauenquote“ erfüllt
    Schon lange erfüllen die Schotten die „Frauenquote“. Clever. Bereits seit 2009 verstärkt und „entlastet“ Sarah Brown das Mastermind bei den Gesangspartien. 2017 schloss sich die quirlige Cherisse Osei am Drumset an. Neu auf der Tour dabei ist die in Paris geborene Keyboaderin Berenice Scott, die ganz klassisch am Klavier ausgebildet wurde und als Tochter von Robin E. Scott aus einer bekannten Künstlerfamilie stammt.

    Sie intoniert nun auch auf der „Celebrating 40 Years of Hits Live-Tour“ den Hit „Speed Your Love To Me“. Freilich waberten davor jede Menge Hits über die Membrane in die „heiße“ Stadthalle. „Theme For Great Cities“ (natürlich nur instrumental), „Someone Somewhere In Summertime“, „Waterfront“, „She’s A River“, „All The Things She Said“ und natürlich der Klassiker schlechthin „Don’t You (Forget About Me)“. Mit fast aktuellen und traurigen Bezug darf „Belfast Child“ nicht fehlen, das auf dem irischen Folksong „She Moved Through the Fair“ basiert und gerade die Älteren im Publikum an den Nordirland-Konflikt erinnert.

    Mit „Speed Your Love To Me“ (intoniert von Berencice Scott), „Alive & Kicking“ und „Sanctify Yourself“ entließ die Combo ihre Fans in die milde Rhein-Main-Mai-Nacht. Um – wie gesagt – wieder zukommen.

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