Ein gemeinsamer Antrag der Hochschulen Worms und Ludwigshafen am Rhein zählt seit Ende Mai zu den zehn Siegern – aus insgesamt 46 Bewerbungen - des Wettbewerbs „Study & Work“, den das Bundeswirtschaftsministerium zusammen mit dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft ausgelobt hat.
Starke Partner über drei Bundesländer hinweg verzahnen
Aus Anlass dieses Antrages haben sich die beiden Hochschulen mit starker Unterstützung der Metropolregion Rhein-Neckar GmbH externe Netzwerkpartner im regionalen Umfeld gesucht und bereits bei ihrem Gründungstreffen vereinbart, künftig auch in anderen Themen der Hochschul- und Wirtschaftsregion Rhein-Neckar-Pfalz zusammenzuarbeiten. Bei der Beteiligung der beiden rheinland-pfälzischen Hochschulen erstreckt sich dennoch das Netzwerk über drei Bundesländer. Neben den Wirtschaftsförderungen der rheinland-pfälzischen Land- und Stadtkreise, Ludwigshafen, Worms, Alzey-Worms, Bad Dürkheim und Donnersbergkreis ist die Wirtschaftsförderung Bergstraße GmbH als kreisweite Wirtschaftsförderung im hessischen Kreis Bergstraße Partner des Netzwerks.
Die Bundesländer Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Hessen sind darüber hinaus über die Metropolregion Rhein-Neckar (MRN) im Netzwerk vertreten, dem auch die Arbeitsagenturen Ludwigshafen und Mainz sowie - stellvertretend für die Kammern - die IHK für die Pfalz angehören. Als Unternehmen beteiligt sich die Fasihi GmbH, weitere Partner sind der IT Forum Rhein-Neckar e. V. als Vertreter der digitalen Wirtschaft, das "Institut für Sozialpädagogische Forschung Mainz e. V. -Verein zur Innovation und Evaluation von sozialer Arbeit und Sozialpolitik" mit seiner "IQ Fachstelle Migrantenökonomie" sowie die ProfeS - Gesellschaft für Bildung und Kommunikation mbH als Spezialist für Fort- und Weiterbildung für Erwachsene.
Gesucht wurden die bundesweit besten Konzepte, wie internationale Studierende erfolgreich zum Studienabschluss in Deutschland geführt, frühzeitig über berufliche Perspektiven informiert und beim Übergang von der Hochschule in den regionalen Arbeitsmarkt unterstützt werden können. Folglich stand bei der Auswahl der Preisträger insbesondere die gute Zusammenarbeit zwischen Hochschulen, Wirtschaft und weiteren relevanten Akteuren im regionalen Netzwerk im Fokus.
Das Netzwerk um die beiden Hochschulen in Worms und Ludwigshafen macht es sich in den nächsten beiden Jahren zur Aufgabe, Maßnahmen zu entwickeln, die die internationalen Studierenden einen Anreiz bietet, nach ihrem Studium im regionalen Arbeitsmarkt der Hochschul- und Wirtschaftsregion Rhein-Neckar-Pfalz zu bleiben und nicht in ihre Heimatländer oder in wirtschaftsstärkere Regionen in Deutschland abzuwandern.
Eine Analyse des regionalen Fachkräftemarkts im Bereich der Netzwerkpartner hat ergeben, dass aktuell ein Fachkräftemangel bei Experten in der Informatik und der Softwareentwicklung besteht. Um diesem derzeitigen Mangel entgegenwirken zu können, haben die Netzwerkpartner für ihr Pilotprojekt fünf Projektziele herausgearbeitet, und zwar
Ziel 1 – Verbesserung des Studienerfolgs der internationalen Studierenden
Ziel 2 – Vermittlung von Praktikumsplätzen an internationale Studierende in die KMU der Region
Ziel 3 – Vermittlung von Arbeitsplätzen an internationale Studierende in die KMU der Region
Ziel 4 – Ermöglichen von Existenzgründungen für internationale Studierende
Ziel 5 – Integration internaler Studierender / Absolventen in die deutsche regionale Gesellschaft
Das Netzwerk steht weiteren Interessenten der Region, die sich mit der Problematik der Fachkräftesicherung befassen, offen. Insbesondere werden die Wirtschaftsförderungen der kommunalen Gebietskörperschaften und Unternehmen zu einer aktiven Mitarbeit im Netzwerk aufgefordert.
Ansprechpartner sind: Hochschule Worms: Alexander Könen, Telefon 06241/509247, E-Mail koenen@hs-worms.de
Hochschule Ludwigshafen am Rhein: Stefanie Bachmann, Telefon 0621/5203370, E-Mail Stefanie.Bachmann@hs-lu.de
Metropolregion Rhein-Neckar: Stefanie Rauh, Telefon 0621/1298771, E-Mail Stefanie.Rauh@m-r-n.com
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