Die Informationsmesse in Alzey bietet an zwei Tagen mit 63 Ausstellern Einblicke in die unterschiedlichsten Tätigkeitsfelder und Branchen
Berufswünsche zum Anfassen
Jungendliche informierten sich am Freitagmorgen in Alzey über die verschiednen Berufsfelder. Foto: Gernot Kirch
Von Gernot Kirch Viele Jugendliche sind sich selbst kurz vor dem Ende der Schulzeit noch unschlüssig, welchen Beruf sie ergreifen sollen. Teilweise herrscht noch komplette Rastlosigkeit, teilweise schwanken die Schüler noch zwischen zwei oder drei Tätigkeitsfeldern. Um diesbezüglich Entscheidungshilfen zu geben, veranstaltet die Wirtschaftsförderungs-GmbH Alzey-Wormsam Freitag, 28. März und Samstag, 29. März zum 20. Mal eine große Berufsinformationsmesse in Alzey. Als Ausstellungseinrichtungen dient die Sporthalle der Gustav-Heinemann Realschule plus und der Berufsbildenden Schule Alzey. Rund 60 Unternehmen, Öffentliche Verwaltungen, Innungen, Fachhochschulen, Fachschulen und Kammern suchten hier ihren Nachwuchs. Auch Studienplätze standen im Fokus.
Bildungsministerin gab Startschuss
Landrat Ernst Walter Görisch und die rheinland-pfälzische Bildungsministerin eröffneten am Freitagmorgen um 8.30 Uhr die Messe. Landrat Görisch betonte, dass über 130 Ausbildungsberufe, Studiengänge sowie Weiterbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen vorgestellt wurden. Nur durch eine gute Beratung und Orientierung könnten Fehlentscheidungen bei der Berufs- oder Studienwahl vermieden werden. Ein wichtiger Baustein seien dabei Praktika.
Fachkräftemangel
Aufgrund des Demographischen Wandels sind die Schüler eine begehrte„Ware” geworden, denn Unternehmen suchen händeringend nach Nachwuchs. Und dies wird sich in den kommenden Jahren noch verstärken. Ein Umstand, der dazu geführt hat, dass die Messe in diesem Jahr noch interessanter macht, denn die Firmen und Institutionen legen sich mächtig ins Zeug, um junge Menschen für ihren Betrieb zu interessieren.
Auch Eltern gefragt
Neben den Schülern sind auch die Eltern ein gefragte Zielgruppe, betont Kerstin Bauer, Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderungs-GmbH und verantwortlich für die Messe. „Im letzten Jahr konnten wir mit dem Wochenend-Termin bereits mehr Eltern erreichen, dies beurteilten die Aussteller als sehr positiv“, sagt Bauer. Dass Eltern gemeinsam mit den Jugendlichen zur Messe kommen sei für die Betriebe sehr bedeutend.
Namhafte Aussteller und breites Spektrum
Ein Schlüssel zum Erfolg der Messe ist die Präsenz namhafter Aussteller und die Anwesenheit kompetenter Gesprächspartner. Wobei hier neben dem Experten auch der fast gleichalterige Auszubildende gefragt ist, der von seinen ganz persönlichen Erfahrungen berichten konnte. Natürlich gibt es immer noch eine gewisse Orientierung nach klassischen Männer- und Frauenberufen, doch scheint dies immer mehr zu schwinden. Längst ist auch die Mechanikerin und die Schreinerin zu finden. Interessant auch, selbst am Stand der Bundeswehr informierten sich am Freitagmorgen viele Mädchen nach den Berufs- und Karrieremöglichkeiten bei den Streitkräften.