Die Betreiberin des Kernkraftwerkes Biblis, die RWE Power AG, hat heute das nachfolgende Ereignis dem hessischen Umweltministerium als zuständiger Aufsichtsbehörde gemeldet. Nach der Internationalen Skala zur Bewertung von Vorkommnissen INES ist es der Stufe 0 (unterhalb der Skala = keine oder sehr geringe sicherheitstechnische Bedeutung) zuzuordnen. Im abgeschalteten Block A des Kraftwerkes Biblis wurde im Rahmen einer Inspektion eine Beschädigung an den Membranen im Inneren von zwei Armaturen im System zur Behandlung radioaktiver Abwässer festgestellt, wodurch die Ventilsitzdichtheit beeinträchtigt war. Die Membranen wurden erneuert und die ordnungsgemäße Funktion wurde überprüft. Die Dichtheit nach Außen war bei beiden Armaturen nicht beeinträchtigt. Eine Gefährdung des Personals, der Umgebung oder der Anlage war damit nicht verbunden. Das Ereignis wurde von der Betreiberin nach den deutschen Meldekriterien in die Kategorie N (= Normal) eingestuft und fristgerecht (innerhalb von 5 Werktagen) der atomrechtlichen Aufsichtsbehörde gemeldet. Eine abschließende Bewertung des Ereignisses und der Einstufung wird unter Hinzuziehung des atomrechtlichen Sachverständigen vorgenommen.
Beitrag aus der Rubrik