26 chinesische Schüler waren in Worms und wurden im Rathaus von OB Kissel empfangen
Besonderer Dank an Gastfamilien
Oberbürgermeister Michael Kissel (3. von links) empfing die chinesischen Gäste im Rathaus.
Bereits seit 2007 erfreut sich der deutsch-chinesische Schüleraustausch zwischen dem Eleonoren-Gymnasium in Worms und der Jin Cai Senior High School in Shanghai großer Beliebtheit. Dieses Jahr haben 26 Schüler aus den Jahrgangsstufen acht bis elf mit ihrer Deutschlehrerin Sophie Zhan den Weg in die Nibelungenstadt gefunden und leben dort in Gastfamilien, im Oktober dürfen Wormser Schüler wie in jedem Jahr die lange Reise nach China antreten.
Oberbürgermeister Michael Kissel begrüßte die Gruppe nun im Rathaus. In seiner Ansprache betonte er die die lange Tradition der deutsch-chinesischen Beziehungen in Worms, die sich in dem seit 30 Jahren bestehenden deutsch-chinesischen Freundschaftskreis manifestiert und im letzten Jahr mit der Städtepartnerschaft mit Ningde gekrönt wurde. Im kommenden Jahr werde er sie Partnerstadt selbst bereisen, berichtete der Stadtchef. Neben den vielen Menschen, die sich für den Schüleraustausch engagieren, dankte er insbesondere den Gastfamilien. „Es ist viel schöner, in einer Familie zu leben, als in einem Hotel“, ist er überzeugt.
Erlernen und Vertiefen der Sprache
Natürlich geht es bei diesem Austausch in erster Linie um das Erlernen und Vertiefen einer neuen Sprache, doch auch das Leben in einer fremden Kultur steht im Mittelpunkt. Vorbereitend darauf bietet das Eleonoren-Gymnasium bereits seit einigen Jahren regelmäßig eine Chinesisch-AG an, in der Schüler des Eleonoren- und des Gauß-Gymnasiums die Sprache lernen, zusammen kochen und sich in Kalligrafie üben.
Simultan erhalten die chinesischen Schüler regelmäßig Deutschunterricht. Da sich eine größere Zahl für die Reise nach Deutschland angemeldet hatte, als es deutsche Austauschschüler gibt, musste die Schule kurzfristig nach weiteren Gastfamilien suchen. Wie Projektleiterin Judith Wagner jedoch verdeutlicht, „stellt dies keine größere Herausforderung dar, da der deutsch-chinesische Austausch jedes Jahr aufs Neue etwas ganz Besonderes ist und viele sich an dessen Gelingen beteiligen“.
Neben dem großen organisatorischen Aufwand müssen natürlich auch finanzielle Belastungen berücksichtigt werden, es „entstehen insbesondere durch den Flug nicht unerhebliche Kosten für Schüler und Lehrer“, berichtete Martina Junkermann, Lehrerin am Eleonoren-Gymnasium und verantwortlich für internationale Projekte.
Für die chinesischen Jugendlichen stehen in den nächsten Tagen noch Ausflüge nach Trier und nach Heidelberg auf dem Programm.