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Do., 14. August 2014, 12:31 Uhr
Sechs junge Musiker aus Worms und Parma bereichern Festival mit Konzert am 16. August
Besondere musikalische Städtepartnerschaft zu Jazz & Joy
Städtepartnerschaft einmal anders: Sechs junge Musiker aus Worms und Parma bereiten sich derzeit intensiv auf ihr Konzert am Samstag in der Magnuskirche vor. Foto: Benjamin Kloos
Von Benjamin Kloos Einen besonderen Beweis, das Städtepartnerschaft funktioniert, liefern derzeit sechs junge Musiker aus Worms und Parma. Drei junge Studenten aus Italien sind anlässlich von Jazz&Joy zu Gast in der Nibelungenstadt, um gemeinsam mit drei jungen Musikern der Lucie-Kölsch-Jugendmusikschule für ein Konzert während des Jazzfestivals zu proben. Dieses findet am Samstag, dem 16. August, um 18 Uhr während der offiziellen Eröffnung der Ausstellung von Peter Meurer und Johannes Schembs in der Magnuskirche statt.
Musikalische Grundlage für das Konzert ist Musik aus dem Mittelalter und hier besonders der Minnesang des bekanntesten rheinhessischen Minnesängers Friedrich von Hausen. Die jungen Italiener haben eigens Arrangements für ausgewählte Kompositionen geschrieben - entstanden sind sehr gelungene, moderne Stücke, auf die sich die Besucher des besonderen Konzertes freuen dürfen. Dabei war die Arbeit sehr schwierig, denn häufig standen nur Fragmente von Melodien oder einzelne Töne zur Verfügung.
„Wir freuen uns, hier zu spielen, nette Leute zu treffen und es ist für uns eine großartige Möglichkeit, bei einem Jazzfestival zu spielen", betont Diego Sambieri, der mit seinen beiden Musikerkollegen aus Parma in der Jugendherberge Unterkunft gefunden hat. Mit großer und spürbarer Liebe zur Musik machten sich alle sechs Musiker daran, in nur zweieinhalb Tagen das gemeinsame Konzert auf die Beine zu stellen und intensiv zu proben.
„Das Treffen der jungen Musiker findet erstmals in dieser Form statt. Seit einigen Monaten besteht der Kontakt zu Roberto Bonati, dem Leiter des Jazzfestivals in Parma. Dieser hat auch die Idee für das Thema Mittelalter entwickelt", betont Gerry Fuhrmann, der die Proben gemeinsam mit Roberto Bonati in englischer Sprache leitet.
Wer Roberto Bonati live erleben möchte, hat dazu ebenfalls am Samstag Gelegenheit. Um 15.30 Uhr wird er gemeinsam mit Alberto Tacchini und Roberto Dani mit dem Roberto Bonati Trio auf dem Platz der Partnerschaft auftreten. Das Trio, welches Kontrabassist Roberto Bonati als „drei Solisten eines Kammertrios” bezeichnet, demonstriert die Vielfalt des Jazz auch in kleiner Besetzung. Strukturierte Kompositionen werden durch Improvisation und Zusammenspiel immer wieder neu dargeboten und können so auch immer wieder neu entdeckt werden. Das klingt ein wenig nach Liebe. Und genau das ist es auch, was die Drei für ihre Musik empfinden.