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  • Mo., 24. September 2018, 14:21 Uhr
    Bundesverband Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe(bff) und Wormser Frauennotruf fordern Stärkung der Beratungsstellen.

    Bessere Unterstützung gewaltbetroffener Frauen

     Es gibt eklatante Lücken und große regionale Unterschiede in der Versorgung von Frauen, die Gewalt erleben. Am 118. september startete deshalb der von Bundesfrauenministerin Dr. Franziska Giffey ins Leben gerufene Runde Tisch von Bund, Ländern und Kommunen. Der Frauennotruf Worms - Fachstelle gegen sexualisierte Gewalt an Frauen und Mädchen begrüßt diese Initiative.


    Der bff ist der Bundesverband ambulanter Fachberatungsstellen und Frauennotrufe und unterstützt als Fachverband die Arbeit des Runden Tisches. Er hat die Ministerin im Vorfeld des Runden Tisches darauf aufmerksam gemacht, dass in allen Bundesländern die Kapazitäten in den Beratungsstellen zu gering sind.


    Besondere Schwierigkeiten bestehen in ländlichen Räumen und in den neuen Bundesländern, wo es zu wenige Fachberatungsstellen gibt. Neben der konkreten Unterstützung bei Gewalt leisten die Fachberatungsstellen unverzichtbare Arbeit zur Prävention von Gewalt, zur Sensibilisierung der Öffentlichkeit und in der Fortbildung anderer Berufsgruppen. Diese Arbeit wird zu oft gar nicht finanziert.


    „Seit Februar ist in Deutschland die Istanbul-Konvention des Europarates geltendes Recht. Sie verlangt ein gut ausgebautes spezialisiertes Unterstützungssystem für gewaltbetroffene Frauen genauso wie Maßnahmen zur Prävention und Sensibilisierung. Ohne eine Stärkung der Beratungsstellen kann die Konvention nicht umgesetzt werden“, erläutert Regina Mayer vom Frauennotruf Worms.


    Im Frauennotruf erhalten neben Betroffenen auch Angehörige und Fachkräfte Beratung und Unterstützung, u.a. bei Vergewaltigung, sexualisierter Gewalt in der Kindheit, Stalking, bei digitaler Gewalt, Zwangsverheiratung oder sexueller Belästigung am Arbeitsplatz. Die Fachstelle leistet Hilfe sowohl in akuten Krisen als auch in Fällen, bei denen die Gewalt lange zurückliegt.


    „Wie viele andere Beratungsstellen muss auch der Wormser Frauennotruf jedes Jahr um ihre Finanzierung kämpfen. Es war an der Zeit, dass Bund, Länder und Kommunen sich zusammensetzen und besprechen, wie die Situation verbessert werden kann!“, bemerkt Annette Hölter, Mitarbeiterin im Frauennotruf.


    Ansprechpartnerin der Wormser Anlaufstelle ist Annette Hölter, Frauennotruf Worms, Lutherring 21, 67547 Worms, Telefon 06241/6094.

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