Die Gratiszeitung für Worms und das Nibelungenland
Sie sind hier: Startseite » Sport » Bestandsaufnahme beim VfR Wormatia
Fr., 14. Juni 2013, 17:07 Uhr
Kevin Wölk vom FSV Frankfurt aktuellster Neuzugang / Funktionsbau wegen Erhalt der Laufbahnen für das ELO nicht machbar / Trainingsauftakt Montag um 15 Uhr
Bestandsaufnahme beim VfR Wormatia
Wo werden Romas Dressler und Scipon Bektasi in der nächsten Saison die Fußball-Stiefel schnüren? Die Verantwortlichen des VfR Wormatia hoffen, dass Romas Dressler dies weiterhin im Trikot der „Alten Dame“ Wormatia tun wird. Scipon Bektasi möchte höherklassig spielen, so dass er kein Angebot des Wormser Traditionsvereins erhalten wird. Foto: Klaus Diehl
VON KLAUS DIEHL Beim VfR Wormatia wird hinter den Kulissen eifrig an einem schlagkräftigen Kader für das Regionalliga-Spieljahr 2013/2014 gearbeitet. Nach dem derzeitigen Stand der Dinge werden zum Trainingsauftakt mindestens fünf neue Spieler und Björn Weisenborn und Damian Kaminski aus der eigenen U23 als Perspektivspieler dabei sein. Zwei weitere U23- oder U19-Spieler, werden von Fall zu Fall ebenfalls in das Regionalliga-Training eingebunden.
Verhandlungen mit weiteren Neuen sind voll im Gange, wie auch Gespräche mit den noch verbliebenen Akteuren Romas Dressler, Lucas Oppermann und Daniele Toch
Kevin Wölk ist der 5. Neuzugang
Mit dem 28 Jahre alten und am 28. Mai 1985 in Oldenburg geborenen Kevin Wölk, der aus der Jugend des Hamburger Sportvereins kommt, hat man einen Spieler für das zentrale Mittelfeld verpflichtet. Seine bisherigen Vereine waren die U23 von Holstein Kiel, VfB Lübeck und VfL Bochum. Danach wechselte er zum KSV Hessen Kassel in die Regionalliga Süd, wo er in 63 Spielen 17 Tore erzielen konnte. Danach schaffte er den Sprung in die 3. Liga bei RW Ahlen und zuletzt beim SV Darmstadt 98. Er bestritt bei den Lilien 63 Spiele und traf achtmal in das gegnerische Tor und gehörte zu den Stammspielern. Wenn man die weiteren Neuzugänge, neben Torhüter Rainer Adolf (SV Waldhof) betrachtet, so sind Rachid El Hammouchi, Markus Hofmeier und Marco Di Maria, alles Spieler für den kreativen Mittelfeldbereich. Damit ist klar, dass man bei den Verantwortlichen des VfR Wormatia richtig erkannt hat, wo die größte Baustelle für den enttäuschenden Verlauf der letzten Saison war. Fritz Bergemann als 2. Vorsitzender für den spotlichen Bereich zuständig:„Wir haben aufgrund des Verlaufes der Saison 2012/2013 erkannt, gewisse Positionen – besser gesagt ganze Mannschaftsteile – austauschen zu müssen. Aber auch nur Spieler zu verpflichten, die sich darauf freuen im Trikot der „Alten Dame“ spielen zu dürfen. Spieler, die auch Führungsaufgaben übernehmen, sich auf dem Platz voll einbringen und sich buchstäblich zerreißen. Ein Gefühl, das man in der letzten Saison doch allzu oft vermisste.”
Bektasi, Wittke und Banoas bekommen keinen Vertrag
Bektasi ist sicherlich ein guter Fußballer, sieht sich aber für höhere Aufgaben berufen, so dass man die Gespräche über eine Vertragsverlängerung wegen der unterschiedlichen Ansichten für beendet erklärt hat. Kevin Wittke und Nassim Banouas spielen in den Vorstellungen von Trainer Stefan Emmerling ebenfalls keine Rolle mehr. Vom alten Kader möchte man nur Romas Dressler halten, ebenso Lucas Oppermann und auch Daniele Toch. Hier laufen die Gespräche noch, wobei Fritz Bergemann-Gorski hofft, bis zum Trainingsauftakt am Montag weitere Vollzugsmeldungen – auch hinsichtlich weiterer neuer Spieler – geben zu können. So braucht man noch einen zweiten Torhüter, einen Defensivspieler und Alternativen und Verstärkungen für die Offensive. Bis zum Beginn der Vorbereitung auf die neue Saison, sollen alle Personalfragen geklärt sein.
Emmerling genießt Vertrauen
Fritz Bergemann Gorski glaubt weiter an die Qualitäten des im Dezember letzten Jahres als Nachfolger von Ronny Borschers verpflichteten Stefan Emmerling. Ein sehr akribisch arbeitender Coach, der nun beweisen muss, mit einem letztlich runderneuerten Kader seine Vorstellungen von Fußball auf den Platz zu bringen. Die Mannschaft der letzten Saison ließ ihn da allzu oft auf dem grünen Rasen im Stich.
3.000 Euro Strafe wegen rassistischer Äußerungen
Im Spiel gegen den FC Homburg soll ein dunkelhäutiger Gästespieler auf der Gegengerade mit rassistischen Äußerungen beleidigt worden sein. Der Linienrichter wollte hierbei eine Person im Wormatia-Trikot ausgemacht haben. Fritz Bergemann-Gorski als Rechtsanwalt, vor dem Verbandsgericht des SWFV vertrat Rechtsanwalt Hans-Jürgen Hoecker den VfR Wormatia, betont im Gespräch, dass der Verein diese Strafe nicht zahlen wird, auch wenn man rassistische Äußerungen absolut nicht gut heißt und auf das Schärfste verurteilt. Denn einfach nur zu behaupten, dass dies ein Zuschauer im Wormatia-Trikot war, davon gab es bei diesem Spiel doch etliche Zuschauer mehr, ist eine Vermutung und kein Beweis. Wie man überhaupt von Wormatia-Seite den Eindruck hatte, dass dieses Urteil schon vor der Verhandlung fest stand.
Funktionsbau derzeit auf Eis
Wormatia genießt trotz des enttäuschenden Saisonverlaufes 2012/2013 mittlerweile eine große Wertschätzung im Fußball. Da waren die beiden DFB-Pokalspiele gegen Hertha BSC Berlin und 1. FC Köln. Auch aus dem Jugendbereich und der U23 ist ein großer Zustrom an Spielern zu vermelden. Wie Jugendkoordinator Andreas Hahn erklärt, hat die U19 als Aushängeschild der Nachwuchsabteilung ihren Kader zusammen. Ziel ist, gegen die Top-Vereine der Regionalliga künftig bessere Ergebnisse zu erreichen. Trainer ist der neue A-Lizenzträger Stefan Heinrich und als Co-Trainer Sascha Vollrath.
Was den vor zwei Jahren angekündigten Funktionsbau betrifft, ist dies in der geplanten Form nicht durchführbar, wie der 1. Vorsitzende Tim Brauer auf Nachfrage bestätigt. Die Pläne scheitern aber daran, dass wegen der Verfügbarkeit der Rundbahnen – besonders für die Läufergarde des Elo-Gymnasiums – ein reines Fußballstadion nicht durchsetzbar ist.
Den Funktionsbau deshalb weiter Richtung Zuschauereingänge zu verschieben und auf zwei Stockwerke zu verteilen, scheint bei den Partnern nicht unbedingt auf Gegenliebe zu stoßen. Dabei braucht besonders der Verein zusätzliche Räumlichkeiten – alleine schon wegen der mehr als 15 Jugendmannschaften.