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  • Di., 04. Juli 2017, 21:36 Uhr
    Erfolgreiches Jahr für die Wirtschaftsförderung / Entwicklungen keine Selbstverständlichkeit / Kooperation mit der Hochschule weiter intensivieren

    Bestandspflege ansässiger Unternehmen wird Kernaufgabe bleiben

    „Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen haben wir im vergangenen Jahr mehrere Firmenerweiterungen mit auf den Weg bringen können und erfolgreich begleitet“, bilanzierte Oberbürgermeister Michael Kissel in der Gesellschafterversammlung der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für die Stadt Worms mbH (wfg), die anlässlich der Beschlüsse zum Jahresabschluss 2016 Anfang Juni im Rathaus tagte.

    „Die Wirtschaftsförderung steht derzeit in fortgeschrittenen Verhandlungen mit ansässigen Unternehmen der Transport- und auch der IT-Branche über Betriebserweiterungen und –verlagerungen im Stadtgebiet“, freut sich der Oberbürgermeister. „Wir sind zuversichtlich, dass die Expansionen noch im Laufe dieses Jahres gelingen werden und wir somit über 250 Arbeitsplätze in Worms perspektivisch sichern. Die hierzu notwendigen Stadtratsbeschlüsse über die Grundstücksverkäufe sind bereits herbeigeführt“, so OB Kissel weiter.

    Entwicklungen keine Selbstverständlichkeit

    Der Stadtchef betont zugleich, dass solche Entwicklungen keine Selbstverständlichkeit seien. „Der Mangel an verfügbaren Gewerbeflächen ist deutlich spürbar. Unternehmen richten daher ihren Blick auf die wenigen Restflächen, die mit teilweise hohen Restriktionen durch planungs- und bodenschutzrechtliche Vorgaben versehen sind“, skizziert der OB die aktuelle Situation. „Ohne die Ausweisung neuer Gewerbegebiete werden flächenmäßige Firmenerweiterungen „im Bestand“ – von Neuansiedlungen gar nicht zu sprechen – auf Sicht nicht mehr realisierbar sein, weil solche Entwicklungen mit weit überdurchschnittlichen Kosten verbunden sind, bei denen selbst hochproduktive und kapitalintensive Unternehmen von einer Investitionsentscheidung Abstand nehmen“, so Michael Kissel weiter.

    „Die Bestandspflege ansässiger Unternehmen wird neben dem Betrieb des Wormser Gründerzentrums und der Tourist Information Kernaufgabe der Wirtschaftsförderung bleiben. Dabei wollen wir angesichts der Gewerbeflächenknappheit die Tourismuswirtschaft stärker in den Fokus rücken“, erklärt wfg-Geschäftsführer Volker Roth. „Diese ist eine erfolgversprechende Branche, die für die wirtschaftliche Entwicklung in der Stadt Worms großes Potential bietet. Mit der Arbeitsgruppe ‚Tourismuskonzept‘ erarbeiten wir die künftige touristische Zielsetzung für Worms“, so Volker Roth weiter.

    Kooperation mit der Hochschule weiter intensivieren

    Erfreulich hat sich die Auslastung des Wormser Gründerzentrums entwickelt. Im vergangenen Jahr hat sich die Auslastungsquote um 8 Prozent auf nun 74 Prozent verbessert. Für 2017 rechnen die Geschäftsführer mit einem stabilen Verlauf. „Zur Förderung des Gründungsgedankens wollen wir die Kooperation mit der Hochschule Worms weiter intensivieren, um so optimale Gründungsvoraussetzungen und Starthilfen für studentische Ausgründungen zu schaffen“, informiert Oliver Stojiljkovic, weiterer Geschäftsführer der wfg. „Mit einer positiven Umsatzentwicklung in den Sparten und einer Steigerung der Betriebsleistung insgesamt hat sich die Gesellschaft im Berichtsjahr gut entwickelt und ist für die Zukunft sicher aufgestellt“, gibt sich der Oberbürgermeister als Vorsitzender der Gesellschafterversammlung abschließend optimistisch.

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