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  • Mi., 19. November 2014, 00:04 Uhr
    Heinz-Hermann Schnabel und Adolf Kessel (beide CDU) besuchen atelierblau und Lebenshilfe / „Gute Entwicklung“ / Steigende Pflegekosten bereiten Sorgen

    „Bestmögliche Förderung ist das Ziel“

    Ulrich Granseyer, Adolf Kessel, Heinz-Hermann Schnabel und Norbert Struck (v.links) vor der dem Eingang der Lebenshilfe in der Kurfürstenstraße.


    Landtags-Vizepräsident Heinz-Hermann Schnabel und Landtagsabgeordneter Adolf Kessel (beide  CDU) haben das atelierblau in der Prinz Carl Anlage und Werkstätten der Lebenshilfe in der Kurfürstenstraße besucht. Beide Einrichtungen haben in diesem Jahr einen runden Geburtstag feiern können: Das atelierblau besteht seit fünf, die Lebenshilfe seit 50 Jahren. Der zweistündige Rundgang führte unter anderem auch in die Schreinerei.

    Im Gespräch mit Ulrich Granseyer, dem Vorsitzenden des Lebenshilfe-Vereins, und Norbert Struck, dem Geschäftsführer der gemeinnützigen Lebenshilfe Einrichtungen GmbH, informierten sich die Politiker intensiv. Die Lebenshilfe kann demnach auf eine sehr gute Entwicklung zurückblicken. Sorgen bereiten aber – demografisch bedingt – steigende Pflegekosten in den Wohnheimen der Lebenshilfe. „Der Betrag für den pflegerischen Mehraufwand ist gedeckelt und reicht nicht aus“, sagten Granseyer und Struck.

    Menschen mit einer anderen Sichtweise
    Schöne Ansichten von Menschen mit einer anderen Sichtweise erlebten Heinz-Hermann Schnabel und Adolf Kessel im atelierblau der Lebenshilfe. Seit Juni 2009 erlernen Künstler mit Behinderung, aber mit besonderen Fähigkeiten, dort unter professioneller Anleitung des freischaffenden Künstlers Horst Rettig Grundlagen zu Bildkompositionen, Farbenlehre und Maltechniken, aber auch Sozialkompetenz und Eigenverantwortlichkeit. Die künstlerische Qualität gilt als sehr hoch. Heinz-Hermann Schnabel hatte sogar schon im Landtag eine Ausstellung des atelierblau eröffnen können. Langfristig will die Gruppe, die auch offen für neue Künstler ist, sich möglichst selbst finanzieren durch den Verkauf der Kunstwerke.

    Neue Wohngruppe in Planung
    Ulrich Granseyer und Norbert Struck informierten darüber, dass die Lebenshilfe im Liebenauer Feld eine neue Wohngruppe für acht Personen plane. Dort möchte man auch gerne den Pflegedienst übernehmen. So lasse sich die Qualität sicherstellen, argumentierten Granseyer und Struck und griffen damit ein Kriterium auf, das auch den beiden Abgeordneten wichtig war. Kessel und Schnabel betonten außerdem die Bedeutung der Förderschulen:  Diese dürften nicht ausbluten, es müssten genügend Lehrer ausgebildet werden. Nur so bleibe eine echte Wahlfreiheit bestehen zwischen Förderschule und Schwerpunktschule bzw. Regelschule. Adolf Kessel: „Das Ziel muss die optimale Förderung der Schüler sein“.

     

     

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