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  • Fr., 16. Januar 2026, 15:16 Uhr
    RÜCKBAUANLAGE BIBLIS: Verbliebener Kühlturm erfolgreich zu Boden gebracht / Kühltürme waren nie in Berührung mit Radioaktivität

    Betonriese zu Boden gegangen

    Spezialisten eines niederländischen Abbruchunternehmens brachten den 80 Meter hohen Kühlturm kontrolliert und erfolgreich zum Einsturz.
    Foto: RWE

    Der letzte von insgesamt vier Kühltürmen der Rückbauanlage Biblis ist am heutigen Freitag um 12.43 Uhr erfolgreich zu Boden gebracht worden. „Der Abbruch aller Kühltürme ist für uns ein wichtiger Meilenstein im Rückbau und ein nach außen sichtbarer Beleg, dass wir den politisch beschlossenen Kernenergieausstieg konsequent umsetzen“, erklärt Ralf Stüwe, der bei RWE den Rückbau der Anlage verantwortet.

    Der sichere Rückbau des 80 Meter hohen Turms erfolgte nach dem gleichen Verfahren wie bei den drei vorherigen Kühltürmen. Dabei wurde der Kühlturm durch das Einbringen von Schlitzen und durch das fernhantierte Entfernen von Stützen so weit geschwächt, dass er kontrolliert in sich zusammenfiel. Außerhalb des vorgesehenen Abrissbereiches wurden keine umliegenden Gebäude auf dem Gelände der Rückbauanlage durch den sicheren Einsturz beeinträchtigt.

    Im Einklang mit der Naturschutzbehörde

    Entsprechend den von der Unteren Naturschutzbehörde definierten und in der vom Kreis Bergstraße erteilten Abrissgenehmigung festgelegten Auflagen hat RWE vor dem Abriss der Kühltürme die artenschutzrechtlichen Ausgleichsmaßnahmen umgesetzt. Dafür wurden an ausgewählten Standorten insgesamt acht Schwalbenhäuser mit Platz für mehrere hundert Tiere errichtet. Die Ersatzmaßnahmen werden gemäß den Auflagen seit 2023 für fünf Jahre von einem unabhängigen Artenschutzgutachter durch ein jährliches Monitoring begleitet, das der Unteren Naturschutzbehörde vorgelegt wird.

    Die Kühltürme sind in der Betriebsphase nie mit Radioaktivität in Berührung gekommen. Sie dienten zu Betriebszeiten des ehemaligen Kernkraftwerks dazu, den Rhein bei heißen Sommertemperaturen oder Niedrigwasser nicht zu stark mit Wärme zu belasten.

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