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  • Mo., 10. August 2026, 14:20 Uhr
    STADTENTWICKLUNG: Wormser Fischmarkt setzt auf Kita, Wohnen und Quartiersmanagement

    Bielefelder Modell in Worms angekommen

    Nach dem Vorbild eines Maulbrüters, eines Fisches, der seine Jungen vom Ei bis zum selbstständigen Fischlein im Maul behütet und schützt, soll auch das Innere des Fischkopfes bei der Kita am Wormser Fischmarkt ein Ort der Fürsorge, des Erlebens von Empathie und Freude werden.
    Foto: Maximilian Sittel

    Auf Initiative des Wormser SPD-Landtagsabgeordneten Dirk Beyer hat sich der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Alexander Schweitzer, bei den Wormser Beigeordneten Waldemar Herder und Timo Horst über das Quartiersprojekt am Fischmarkt informiert. Bei einem Rundgang durch das neue Quartier erläuterten die Verantwortlichen das Konzept, das Wohnen, Kinderbetreuung und soziale Infrastruktur miteinander verbindet.

    Im Mittelpunkt standen die neu entstandenen Wohnungen sowie die innerstädtische Kindertagesstätte, die künftig Platz für 105 Kinder bieten wird. Die zweigeschossige Einrichtung begleitet Kinder von der Krippe bis zur Vorschule und verfügt über zwei Kinder-Bistros, die vor dem Hintergrund der in diesem Stadtgebiet überdurchschnittlich hohen Kinderarmut einen Beitrag zu gesunder Ernährung und Chancengleichheit leisten.

    Auch die Außenanlagen spiegeln den integrativen Ansatz wider: Neben einem großzügigen Außenspielbereich für die Kita entsteht ein weiterer öffentlich zugänglicher Spielbereich. Ergänzt wird das Angebot durch eine Sozialarbeiterstelle, die als Anlaufstelle für Bewohnerinnen und Bewohner sowie Familien fungiert.

    Vorbild für weitere Quartiere

    Während des Rundgangs, an dem auch Vertreter der Wohnungsbau GmbH, des ASB-Kreisverbandes, die Kita-Leiterin sowie die Verantwortliche für die kommunalen Kindertagesstätten teilnahmen, erläuterten die Verantwortlichen das Nutzungs- und Bewirtschaftungskonzept nach dem Bielefelder Modell, welches in den 1990er Jahren entwickelt worden ist: Ziel ist die Entwicklung eines sozial stabilen, generationenübergreifenden Quartiers, das Menschen möglichst lange ein selbstbestimmtes Leben im vertrauten Umfeld ermöglicht und gleichzeitig den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärkt.

    Ein wesentlicher Baustein dieses Ansatzes ist das Quartiersmanagement; hier finanziert die städtische Wohnungsbaugesellschaft eine halbe Stelle. Es koordiniert Angebote, vernetzt Akteure und stärkt das Miteinander. Gerade vor dem Hintergrund des demografischen Wandels sehen die Verantwortlichen hierin einen zukunftsweisenden Ansatz für die Entwicklung weiterer Quartiere in Worms.

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