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Mo., 24. April 2023, 16:40 Uhr
Handball Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar Männer: HSG Worms verliert Kellerduell gegen TuS Kaiserslautern-Dansenberg 2 mit 31:37 (16:17)
Bigpoint im Abstiegskampf bleibt aus
HSG-Kreisläufer Paul Streuber (vorne) sorgte für viel Bewegung in der starken Abwehrreihe des TuS Kaiserslautern-Dansenberg 2 und erzielte so fünf Tore aus der Nahdistanz. Foto: Felix Diehl
Von Jürgen Jaap > Es bleibt dabei. Die Saison 2022/2023 steht für die Handballer der HSG Worms ganz im Zeichen des Kampfes um den Klassenerhalt in der Handball Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar. Das Kellerduell gegen die mit drei Drittliga-Akteuren verstärkte Oberliga-Truppe des TuS Kaiserslautern-Dansenberg 2 konnten die Wormser Drachen nur gut eine Halbzeit offen gestalten. Im zweiten Abschnitt eines vom zähen Abstiegskampf geprägten Spieles zogen die Pfälzer bald unaufhaltsam davon. Am Ende stand die HSG Worms bei der 31:37-Niederlage wie in den drei letzten Heimspielen zuvor erneut mit leeren Händen da. Die Nibelungenstädter müssen also in den restlichen vier Partien der Saison 2022/2023 weiterhin um den Verbleib in der vierthöchsten deutschen Spielklasse bangen.
Dreifache Drittliga-Verstärkung sticht
„Wir haben heute gegen eine individuell stark besetzte Mannschaft verloren“, konstatierte Marco Tremmel kurz nach dem Abpfiff der Partie. Trotz der bitteren Pleite im direkten Abstiegsduell ergänzte der Trainer der HSG Worms verhältnismäßig gefasst: „Man merkte die hohe Qualität der drei Drittliga-Akteure dem Kader der Pfälzer schon unverkennbar an.“ In der Tat. Als es kurz nach der Halbzeitpause in die Crunchtime der Begegnung ging, waren TuS-Spielmacher Ben Kölsch, Mittelblocker und Rückraum-Shooter Marco Holstein, sowie Jonas Dambach aus dem linken Rückraum heraus die drei Garanten für den letztlich klaren Sieg der Truppe aus der Pfalz.
Zu viele Fahrkarten des HSG-Rückraums
Chancenlos indes präsentierten sich die Wormser Drachen lange Zeit nicht. Angeführt vom aufopferungsvoll kämpfenden HSG-Kapitän Tim Freitag, der auf der rechten Außenbahn ein ums andere Mal nach innen zog und einnetzte, hielten die Gastgeber das Spiel bis zum 19:19 (36.) völlig offen. Nicht zuletzt auch deshalb, weil HSG-Kreisläufer Paul Streuber mittels intensivem Körpereinsatz gegen den Mittelblock der Gäste enorme Räume schaffte. Als Folge gab’s viele freie Würfe für die Wormser Angreifer. „Aber auch viel zu viele Fahrkarten“, wie Marco Tremmel jene entscheidende Phase zusammenfasste, als sein sonst so treffsicherer Rückraum mit Marco Kimpel, Tim Knobel und Hagen Druck einen freien Wurf nach dem anderen versemmelte.
Hektische Drachen werden abgestraft
Abgebrüht hingegen zogen die Gäste nun ihre Bahnen. Spielmacher Ben Kölsch glänzte mit Zug zum Tor oder raffinierten Anspielen, die Rechtsaußen Yannik Kötz oder die Rückraum-Werfer Marco Holstein und Jonas Dambach erfolgreich verwerteten. „Wir haben den kühlen Kopf verloren, agierten im Angriff zu hektisch und wurden dafür konsequent bestraft“, resümierte Marco Tremmel. TuS Kaiserslautern-Dansenberg 2 zog folgerichtig auf 24:30 (52.) davon. Der Drops im Abstiegsduell war gelutscht. Die Pfälzer verwalteten ihren Vorsprung ganz cool und brachten den 31:37-Auswärtssieg unter Dach und Fach. Dennoch blieb Marco Tremmel gelassen: „Wir sind nach wie vor im Soll, stehen auf einem Nicht-Abstiegsplatz und haben alles in eigener Hand.“ Oder anders gesagt: vier Spiele noch bis zum Klassenerhalt.