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  • Mi., 20. Januar 2021, 10:11 Uhr
    ENERGIETIPP: Kostenlose Telefonberatung am 4. Februar / Anmeldung erforderlich

    Bilden sich auf gedämmten Wänden vermehrt Algen?

    Algen gibt es auch auf ungedämmten Fassaden. Foto: Werner Eicke-Hennig/Hessische Energiesparaktion


    Algen an Fassaden sind eine optische Beeinträchtigung. Sie treten unter bestimmten Voraussetzungen überall auf, an Außenwänden, auf Dächern aber auch auf Denkmälern, Straßenschildern, Kirchen und Bäumen. Die Bausubstanz wird durch Algen nicht angegriffen, sie beziehen ihre Nahrung aus der Umwelt. Das zunehmende Algenwachstum ist eine Folge der Luftreinhaltung durch den Einbau von Kraftwerksfiltern und Autokatalysatoren. Algen lieben Feuchtigkeit, daher wachsen sie auch vermehrt auf den Wetterseiten der Häuser. Auf gedämmten Fassaden sind die äußeren Oberflächentemperaturen bestimmungsgemäß niedriger als bei ungedämmten, so dass sich vor allem nachts mehr Tauwasser bilden kann. Weitere Feuchtquellen können Schlagregen, Verschattung, Pflanzen oder nahegelegene Gewässer sein.

    Noch Forschungsbedarf

    Vorbeugend kann die Schlagregenmenge durch einen ausreichenden Dachüberstand reduziert werden. Ein dickerer Deckputz kann mehr Wärme speichern und damit die Oberflächentemperatur etwas erhöhen. Das kann das Algenwachstum jedoch allenfalls erschweren. Auch massive Bauteile mit großer Speichermasse können veralgen, vor allem auf Nord- und Westwänden mit geringer solarer Einstrahlung in Herbst und Winter. Um den optimalen Maßnahmenmix für jeden Einzelfall herauszufinden besteht noch Forschungsbedarf. Algizide sollten, wenn überhaupt, erst als letztes Mittel zum Einsatz kommen. Ihre Wirkung ist außerdem zeitlich begrenzt. Weitere Details zum Thema Dämmung erläutern gerne die Energieberater der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz in einem persönlichen Beratungsgespräch nach telefonischer Voranmeldung.

    Kostenlose Beratung

    Die Beratungsgespräche finden jeden ersten und dritten Donnerstag im Monat statt. Der nächste Energieberatungstermin ist am Donnerstag, dem 4. Februar, von 15 bis 18 Uhr, in Worms. Es wird zu allen Fragen des Energiesparens in Privathaushalten beraten.  Die Beratungen werden aktuell für alle Standorte telefonisch durchgeführt. Die Beratung ist kostenfrei. Eine Terminvereinbarung ist dafür erforderlich unter Telefon 0800/6075600 (kostenlos).

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