Spendenübergabe von Schülern des Eleonorengymnasiums an UNICEF
Bilder für Erdbebenopfer in Nepal gemalt
Dorothea Spille, Rita Lodwig und die sechs Künstlerinnen mit ihrer Klassenlehrerin und Frau Lied (Helping Hands)
Dass Vertretungsstunden kreativ und nachhaltig sein können, bewiesen Schülerinnen und Schüler der Klasse 6a des Eleonoren-Gymnasiums.Die Vertretungslehrerin, Frau Dietz, schlug vor, dass die Kinder in Gruppen ein Bild frei nach ihrer Phantasie gestalten sollten. Eva Steger, Amelie Hölter, Sarah Klinger, Hannah Becker, Ikhlas Chekaik Chaila, Irma Rüb und Louisa Woop legten los. Es entstand ein Gemälde, von dem die Lehrerin und die Schüler so begeistert waren, dass ihnen die Idee kam, das Bild zu versteigern und die Einnahmen zu spenden.
„Wir suchten im Internet nach sinnvollen Projekten. Im Fernsehen konnten wir sehen, wie sehr die Menschen in Nepal unter den Folgen des Erdbebens leiden. Wir fanden heraus, dass UNICEF schon mit wenig Geld vielen Kindern helfen kann, wieder eine Schule zu besuchen oder sie mit Schulmitteln auszustatten. Anlässlich des Schulfestes wollten wir das Bild versteigern und das Geld an UNICEF für Projekte in Nepal spenden“, erzählen Irma Rüb und Lousia Woop.
Das war den Schülerinnen aber noch nicht genug. Da Eva Steiger kurz darauf Geburtstag hatte, wurde die Party umgestaltet zu einem Workshop und die Gruppe malte noch ein zweites Bild - eine junge, moderne, leicht geschminkte Mona Lisa. In beiden Bildern versteckten die Kinder ein Motiv: ein Herz, das bei der Mona Lisa als Kettenanhänger zu sehen ist.
Beim Schulfest kamen viele Eltern und Lehrer, die von der Idee der Kinder begeistert waren. Beide Bilder wurden versteigert und ein Spendenkörbchen herum gereicht. Dabei kamen stolze 450 Euro zusammen.
Eine großartige Idee
Am Mittwoch war es dann soweit: Dorothea Spille von der UNICEF-Arbeitsgruppe Worms wurde eingeladen und die Schülerinnen überreichten ihr den Spendenbetrag. Spille bedankte sich für das Engagement der Schülerinnen und berichtete von den Projekten in Nepal. „Es ist immer eine große Freude für mich und UNICEF, wenn Kinder und Jugendliche großartige Ideen haben und mit diesen dann vielen anderen Kindern helfen können“.
„Es ist schön zu sehen, dass das Geld jetzt bald vielen Kindern helfen wird“, freuten sich Ikhlas, Irma und Louisa. „Wir sind stolz, solche sozial engagierten Schülerinnen an unserer Schule zu haben“, freut sich die Schulleiterin Rita Lodwig. Im Rahmen der Veranstaltung an der Schule überreichte die Spendenbeauftragte Frau Emmel 300 Euro an die Organisation „Helping Hands“ für das Projekt ‚„Village of Eden“ in Uganda. Das Projekt wird von der Familie Kornelsen aus Osthofen betreut, die ein Dorf für Kinder in Not gebaut hat.
Seit dem Erdbeben im April 2015 hat UNICEF mehr als 1.000 Tonnen Hilfsgüter wie Zelte, Spezialnahrung, Impfstoffe und andere Medikamente, Hygieneartikel sowie Schul- und Spielsachen in das Land eingeflogen und verteilt. Etwa 135.000 Kinder können mit UNICEF-Hilfe weiter zur Schule gehen, 158.000 Kinder können beim betreuten Spielen ihre Erlebnisse verarbeiten. Darüber hinaus hat UNICEF die Geburtsstationen in 150 Gesundheitszentren wieder aufgebaut.
Trotz dieser großen Erfolge leben noch immer Hunderttausende Menschen unter Dächern aus Zeltplanen ohne Schutz vor Kälte. Etwa 530.000 Menschen sind von akuter Lebensmittelknappheit bedroht. Besonders Menschen in schwer zugänglichen Bergregionen drohen im Winter von jeglicher Versorgung abgeschnitten zu sein.