VG EICH: Abstand halten gilt auch für Tiere / Hinweistafeln sollen Spaziertourismus für richtiges Verhalten sensibilisieren
Bitte nicht stören!
Neue Hinweistafeln machen Spaziergänger in der VG Eich auf die Belange der Tierwelt aufmerksam.
Durch die Corona-Pandemie hat sich in der VG Eich ein Spaziertourismus gebildet. Da die VG abwechslungsreiche Natur zu bieten hat, kommen während der Woche, aber ganz besonders an den Wochenenden viele Spaziergänger von Nah und Fern, mit Kindern und Hunden. Und jetzt wird es kritisch. Vielen Spaziergängern ist nicht bewusst, dass jede Menge Wildtiere hier ihren Lebensraum haben. Gerade jetzt in den Frühlingmonaten sind sie mit der Geburt und der Aufzucht ihres Nachwuchses beschäftigt. Jeder kann sich vorstellen wie stressig für Rebhühner, Fasanen, Feldhasen, Rehe und bodenbrütende Singvögel, dieser Spaziertourismus ist. Vor allen Dingen, wenn die Besucher die Wege verlassen, mit Ihren Hunden das Unterholz erkunden und Kinder über die Wiesen toben. Bestimmt liegt kein böser Wille zugrunde, es sind eher Gedankenlosigkeit und Unwissenheit. Dies war jetzt für Verbandsbürgermeister Maximilian Abstein der Grund, den Ortsgemeinden Hinweistafeln, die für das gegenseitige Verständnis werben sollen, zu verteilen. Maximilian Abstein hat selbst eine Jagdausbildung und deshalb Verständnis für die Lage.
Die ersten 15 Schilder nahm Ortsbürgermeister Matthias Klös stellvertretend für die anderen Ortsbürgermeister in Empfang. Jagdvorstand Thomas Henn und der 2. Vorsitzenden Günter Bumb mit seinen Hunden Anni und Fee, waren ebenfalls dabei. Sie machten noch einmal ausdrücklich darauf aufmerksam, dass auch in den Wintermonaten, der durch Menschen und Hunde entstehende Stress, für die Tiere von enormer Auswirkung ist. Im Winter gibt es wenig Nahrung und wenn sie durch das Verhalten der Besucher flüchten müssen, zehrt dies zusätzlich an Ihren Kräften. Besonders den nahenden Osterfeiertagen sehen Ortsbürgermeister Klös und der Jagdvorstand mit großen Bedenken entgegen. Schmunzelnd bemerkt Maximilian Abstein, dass sein Motto „Zusammen aber auf Abstand“, das er für die Corona Zeit immer wieder aufnimmt, auch hier passende ist. „Also „Zusammen aber Abstand“ – auch für unsere tierischen Mitbewohner, denn auch sie machen unser Zuhause lebenswert“, so Maximilian Abstein.