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  • Mo., 07. März 2016, 09:24 Uhr
    Projekt in der Carl-Villinger-Straße: LINKE-Kritik an CDU-Äußerungen

    „Bitte nicht vor meiner Haustür!”

    DIE LINKE kritisiert die Äußerungen seitens der CDU scharf, wenn es um das Projekt in der Carl-Villinger-Straße geht. Hier sollen 26 bis 29 Wohnungen entstehen. „Hier wird eindeutig Wahlkampf auf dem Rücken von sozial benachteiligten Menschen gemacht, obwohl noch nicht klar ist, was genau geplant ist. Ich habe den Eindruck, dass hier einige nach dem Motto agieren „Sozialer Wohnraum ja, aber bitte doch nicht vor meiner Haustür“, kritisiert der Linksfraktionschef Sebastian Knopf sehr deutlich.

    Er wundere sich über das Verhalten der Christdemokraten sehr, so Knopf, die bisher das Ziel, neuen Wohnraum in Worms zu schaffen, immer verbal unterstützt haben. Offensichtlich sprechen die Christdemokraten hier aber eher mit gespaltener Zunge, denn wenn es ums Eingemachte geht, dann regt sich offensichtlich Widerstand. Fakt ist aber, wer A sagt, muss auch B sagen. DIE LINKE setzt sich dafür ein, dass es gemischte Wohngebiete gibt, wo also Menschen mit besseren Einkommen zusammen mit denjenigen wohnen, die nicht so viel Geld zur Verfügung haben. Deshalb würde DIE LINKE es unterstützen, wenn zumindest einen Teil der neuen Wohnungen in der Carl-Villinger-Straße eine Sozialbindung hätten.

    „Unsere Gesellschaft driftet immer mehr auseinander, die Schere zwischen Arm und Reich nimmt immer mehr zu. Wir fördern geradezu soziale Brennpunkte, wenn wir die Menschen aus sozial benachteiligten Schichten in bestimmte Stadtteile oder an die Stadtgrenze drängen. Dies müssen wir unbedingt verhindern. Deswegen brauchen wir eine gesunde Durchmischung in den Wohngebieten“, beschreibt Knopf die Position der LINKEN.

    Einwohnerversammlung wird begrüßt

    Die angekündigte Einwohnerversammlung des Oberbürgermeisters wird von den LINKEN begrüßt, die Menschen in diesem Wohngebiet müssen mitgenommen werden. Es muss ihnen gezeigt werden, dass Sozialwohnungen kein Nachteil für das Wohngebiet sein würden, sondern eine Bereicherung. Ebenso können die Gemüter besänftigt werden, da hier dann auch genau gezeigt wird, was überhaupt geplant ist. Zur Diskussion im Stadtrat zu diesem Thema meint Knopf, dass die CDU nochmal vorher hätte nachdenken sollen, ob sie einen solchen Antrag wie am letzten Mittwoch einbringt. Dieser ist ihr aus Sicht der LINKEN auf die Füße gefallen. Zudem war der Antrag faktisch unkonkret und eigentlich unnötig.

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