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Di., 17. Dezember 2019, 08:49 Uhr
Handball Oberliga Rheinland-Pfalz / Saar Frauen: Personell arg angeschlagene TG Osthofen verliert beim bisherigen Tabellenletzten HF Köllertal mit 16:19 (8:10)
Bittere Niederlage im Saarland
Lichtblick an einem sportlich tristen dritten Advent für die Oberliga-Handballerinnen der TG Osthofen: Die junge Rückraumspielerin Ann-Christin Knierim erzielte bei der 16:19-Niederlage bei HF Köllertal drei Tore für ihr Team. Foto: Felix Diehl
Von Jürgen Jaap | Improvisationstalent: die Kunst sich irgendwie „durchzuwursteln“. Diese Fähigkeit sollten Berufsgruppen wie Künstler, Kabarettisten und Schauspieler mitbringen – oder mitunter auch Trainer im Sport. Bei Marcus Otterstätter, dem Coach der Oberliga-Handballerinen der TG Osthofen, ist in der Vorrunde der Saison 2019/2020 jede Menge Improvisationstalent gefragt. Woche für Woche hat das TGO-Team ein anderes Gesicht.
Die Verletztenliste ist lang, sehr lang. Wenn dazu noch mit Mona Schmitt die sonst treffsicherste Torschützin gesperrt zuschauen muss, wird’s fast unmöglich, ein Handballspiel in der Oberliga Rheinland-Pfalz / Saar erfolgreich zu bestreiten.
TGO-Abwehr hält Niederlage in Grenzen So reiste eine auf elf Spielerinnen eingeschrumpfte TGO-Truppe, in der zudem Ann-Kathrin Hauck ob einer noch nicht auskurierten Augenverletzung nur der Form halber auf dem Spielbogen stand, ins Saarland zu den Handballfreunden Köllertal. „Angesichts unserer aktuell misslichen personellen Situation haben wir uns ganz gut verkauft“, fand Marcus Otterstätter.
16:19 (8:10) unterlagen die Wonnegauerinnen bei den Saarländerinnen, die mit ihrem zweiten Saisonsieg vom Tabellenende um zwei Plätze nach oben kletterten. Dass sich die ob der Personalnot bereits im Vorfeld abzeichnende Niederlage noch in Grenzen hielt, dafür sorgte die stabil um die Mittelblockerinnen Kristina Graf und Jasmin Luckas stehende 6:0-Abwehr der TGO.
Durchschlagskraft im Angriff fehlt Die Problemzone der TG Osthofen befindet sich eher im Angriff, genauer gesagt im Angriff aus dem Rückraum heraus. Auf den Punkt gebracht: es mangelt erheblich an Durchschlagskraft. „Wir haben wieder einmal viele freie Würfe versiebt, nachdem wir teilweise unsere Rückraum-Schützinnen gut in Szene setzen konnten“, sah Marcus Otterstätter als Hauptgrund für die bittere 16:19-Pleite. Drei verworfene Siebenmeter taten ihr Übriges.
„Wir haben Köllertal mit der hohen Fehlerquote stark gemacht“, befand der TGO-Coach. Die Saarländerinnen nutzen die Gunst der Stunde und brachten die zwei Zähler ob der zu schwachen Angriffsleistung der Gäste nach Hause, wenngleich Osthofen bis zum Ende des Spiels wacker kämpfte und nach einem 13:19-Rückstand (55.) immerhin noch bis auf drei Tore herankam. „16 eigene Treffer sind aber eindeutig zu wenig, um in der Oberliga zu punkten“, weiß Marcus Otterstätter nur zu genau. Doch der TGO-Coach schaut trotz der bitteren Niederlage im Saarland über die Winterpause hinaus: „Wir werden an unserer Abschlussschwäche arbeiten.“ Und: „Mit dem Abstieg wollen wir nichts zu tun haben.“