
Im letzten Saisonspiel der Feldhockey-Oberliga unterlag die TG Worms der zweiten Mannschaft des TSV Schott Mainz mit 1:3. Bei brütender Hitze und mit dem sprichwörtlich letzten Aufgebot war für die Wormser sportlich nichts mehr auf dem Spiel. Der Klassenerhalt war bereits in der Vorwoche gesichert worden. Dennoch wollte man zum Abschluss noch einmal zeigen, was möglich ist. Das gelang jedoch nur phasenweise.
In den ersten beiden Vierteln entwickelte sich eine relativ ausgeglichene Partie. Die TGW hatte etwas mehr Ballbesitz und leichte Vorteile, Mainz hielt kämpferisch dagegen, ohne sich echte Torchancen zu erarbeiten. Die Defensive der Wormser stand stabil, während vorne immer wieder gute Ansätze erkennbar waren. Zählbares sprang dabei aber noch nicht heraus.
Wie so oft in dieser Saison erwischten die Wormser nach der Pause einen schwachen Start ins dritte Viertel. Trotz mehrerer guten Möglichkeiten fehlte vor dem gegnerischen Tor die letzte Konsequenz – dass nutzten die Gastgeber eiskalt aus. Mit ihrer ersten klaren Torchance ging Mainz mit 1:0 in Führung. Nur wenige Minuten später legten sie den zweiten Treffer nach. Worms wirkte geschockt und verlor für kurze Zeit die Ordnung.
Im letzten Viertel stemmte sich die TG Worms noch einmal gegen die drohende Niederlage. Nils Keck belohnte den Einsatz mit dem längst überfälligen Anschlusstreffer zum 1:2. Danach warf die Mannschaft alles nach vorne, öffnete dabei aber zwangsläufig Räume. Mainz nutzte einen Konter kurz vor Schluss zum entscheidenden 3:1.
Durch die Niederlage rutscht Worms am letzten Spieltag vom fünften auf den siebten Tabellenplatz ab und beendet die Saison als Vorletzter. Lediglich der VfL Bad Kreuznach steht noch hinter der TGW und muss in die Verbandsliga absteigen.
Die Saison war für die Wormser von Anfang an einen Kraftakt. Mehrere langjährige Stammspieler standen im Laufe der Runde aus unterschiedlichsten Gründen nicht mehr zur Verfügung. Die Mannschaft war gezwungen, Woche für Woche improvisiert aufzulaufen. Der dringend notwendige Umbruch ist eingeläutet, doch die erhoffte Verstärkung aus dem eigenen Nachwuchs wird frühestens in drei bis vier Jahren bei den Herren ankommen.
Bis dahin bleibt der TG Worms nur der steinige Weg über Teamgeist, Trainingsfleiß und Geduld.
Es spielten Lennart Frost, Paul Kehl, Aki Dagas, Anton Heth, Sebastian Frenzel, Tobias Krafczyck, Simon Perl, Zacharias Rolvien, Lorenz Grimm, Nils Keck (1), Daniel Keilmann, Tim Bachmann und Marc Bösel.