Sa., 30. November 2013, 19:06 Uhr
Wunderschönes Ambiente in Westhofen und Abenheim
Blaskapelle Abenheim begeistert beim Adventskonzert
Nahezu ein Dutzend schöne Melodien, klassische Stücke und bekannte Adventslieder trug die Blaskapelle Abenheim bei ihren zwei Adventskonzerten in der evangelischen Kirche in Westhofen und der katholischen Kirche Abenheim am 29. und 30. November 2013 vor. Besinnlich und ruhig klang es; - wichtig - denn gerade jetzt zur vorweihnachtlichen Zeit, kommt es doch oftmals zu Hektik und Gerenne. So konnten sich die Zuschauer für kurze Zeit in eine schöne, geruhsame Adventsatmosphäre versetzen.
Dirigent Josef Töngi hatte aus dem Vollen geschöpft und präsentierte zu Anfang das Stück „Trumpet Voluntary“, bei dem die Trompeten ihr Können zeigten. Zwei Trompeter konnten an diesen Abenden ihr Talent solo darbieten, nämlich Joachim Keim bei „The Rose“, ein wunderschönes Stück, das man bei fast jeder Hochzeit hören kann und Florian Zitzelsberger bei „Amen“, einem swingenden Gospel.
Durch das Programm führte mit viel Knowhow und witzigen Anekdoten Matthias Merkelbach. Sein persönlicher Favorit „Rhythm of the Winds“, welches er als „galaktisch“ beschrieb, überzeugte mit seinen vielen Tempiwechseln und doch stimmungsvollen Harmonien das Publikum.
Sehr zart wurde es bei „Eventide Fall“, eine musikalische Umschreibung einer Abenddämmerung, wenn die Welt zur Ruhe kommt und anmutige Klänge die Herzen des Zuhörers berührt. Romantisch und feierlich ging es mit „Mood Romantic“ und „Air for Winds“ weiter.
Bei dem Stück „Bach Chorale“ von Johann Sebastian Bach, gaben zuerst die Klarinetten den Rhythmus vor um dann zu den Solisten Matthias Merkelbach (Posaune), Franziska Weiler (Waldhorn), Stefan Weinmann sowie Manfred Diehl (beide Tenorhorn) überzuleiten. Sie ließen das Thema „Wachet auf“ erklingen.
Ein sehr bekanntes Stück „Halleluja“, das erst mit dem Film „Shrek“ Beachtung fand, wurde bereits 1984 von Leonhard Cohen geschrieben und erst 17 Jahre nach dem Entstehen weltberühmt. Tragend und sanftmütig zugleich zeigten die Musiker viel Gefühl bei der Aufführung des Titels.
Mit einer wunderschönen Melodie eines anderen Märchens, nämlich „Das Farbenspiel des Windes“ aus Walt Disneys „Pocahontas“, zauberte Christina Weiler mit der Oboe ein Lächeln auf das Gesicht der Zuhörer und mit „Ein Wintermärchen“ mit den Solisten Stefan Weinmann (Tenorhorn) und Maria Käufer (Querflöte) konnte sich das Publikum einen Weihnachtstag aus der alten Zeit sehr gut vorstellen - eine Pferdeschlittenfahrt, das Knistern des Kamins und der Duft von leckeren Bratäpfeln und Plätzchen.
Alles Schöne hat auch mal ein Ende, so auch die Adventskonzerte. Mit der Abschiedsmelodie „Auld Lang Syne“, das man im Deutschen eher als „Nehmt Abschied Brüder“ kennt, wurden die Besucher zum Mitsingen eingeladen, die sich nicht zweimal bitten ließen.
Musik, Gesang, eine einzigartige Akustik und das unvergleichlich schöne Ambiente in beiden Kirchen sorgte für Begeisterung und dafür spendeten die Zuhörer stehend lang anhaltenden Applaus. Das sorgte für zwei Zugaben: Die Musiker verabschiedete sich mit den Stücken „O heilige Nacht“ und „Abendsegen aus Hänsel und Gretel“.
Die nächste Gelegenheit das Orchester zu hören, wird am Sonntag, dem 8. Dezember 2013 im Abenheimer Museumshof sein. Denn an diesem Tag wird das Adventsfenster des Vereins um 18 Uhr geöffnet und dies werden die Musiker mit dem schon fast traditionellen Turmblasens auf dem Turm der katholischen Kirche untermalen. Alle die schöne Weihnachtsmusik hören und mitsingen und dabei noch etwas Gutes für unsere Jugend tun möchten, sind herzlich dazu eingeladen.